Chef des Nachwuchsleistungszentrums
1. FC Heidenheim trauert um Roger Prinzen
Er war seit 2018 sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des 1. FC Heidenheim. Nun ist der Ex-Profi Roger Prinzen überraschend im Alter von 57 Jahren verstorben.
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Im Alter von 57 Jahren verstorben: Roger Prinzen (links).
Von Jürgen Frey
Die Trauer beim 1. FC Heidenheim ist groß: Roger Prinzen, der sportliche Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ), ist am Montagabend im Alter von 57 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben.
Seit seinem Amtsantritt beim FCH im Sommer 2018 hat Prinzen die sportliche Ausbildung im Nachwuchsbereich des Fußball-Bundesligisten maßgeblich mitgeprägt und die erfolgreiche Entwicklung der Arbeit im NLZ in den vergangenen acht Jahren vorangetrieben.
Bevor Roger Prinzen seinen Weg beim FCH einschlug, blickte er bereits auf eine Profilaufbahn zurück. Er begann seine Karriere beim TSV Pfungstadt, Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Kaiserslautern. Sein erster Verein als Profi war der SV Darmstadt 98 in der zweiten Liga. In der Bundesliga spielte der Abwehrstratege 60 Mal für die SG Wattenscheid 09, später für Hannover 96 wieder in Liga zwei. Beim österreichischen Bundesligisten FC Lustenau beendete der gebürtige Düsseldorfer 2003 seine aktive Laufbahn.
Als Trainer arbeitete Prinzen unter anderem für den FC St. Gallen (U18), den FC Vaduz (Co-Trainer) und den 1. FC Nürnberg II. 2017 war der diplomierte Sportmanager Cheftrainer und Sportlicher Leiter des SV Seligenporten in der Regionalliga Bayern. Danach wechselte er ab Juli 2018 als Sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) zum 1. FC Heidenheim. „Wenn ich mich irgendwo wohl fühle, dann bin ich dort auch zuhause. Deshalb muss man beim Wechsel von einem Verein zum anderen auch sein Gefühl sprechen lassen“, hatte Prinzen einmal gesagt. Auf der Ostalb fühlte sich der leidenschaftliche Förderer von Talenten daheim. Nicht nur dort trauern sie nun um ihn. Prinzen hinterlässt seine Frau und drei Kinder.
