Handball-EM 2026
EM-Fahrplan steht: Hier werden die deutschen Hauptrundenspiele übertragen
An diesem Donnerstag geht es für das DHB-Team bei der EM schon um 15.30 Uhr los gegen Portugal. Die anderen deutschen Hauptrundenspiele werden später angepfiffen. Eine Übersicht.
© IMAGO/Maximilian Koch
Matthes Langhoff, Justus Fischer, Tom Kiesler (v.li.): Jubeln die deutschen Handballer auch in der Hauptunde?
Von Jürgen Frey/dpa
Zum Auftakt geht es gegen den WM-Vierten und Dänemark-Bezwinger Portugal, den Abschluss bildet das Duell mit Europameister Frankreich – und dazwischen warten mit Norwegen und Weltmeister Dänemark zwei weitere Top-Teams. Auf der Jagd nach der ersten EM-Medaille seit zehn Jahren stehen die deutschen Handballer in der Hauptrunde ausnahmslos vor großen Herausforderungen.
„Jeder Gegner, der jetzt kommt, ist sehr stark“, sagte Bundestrainer Alfred Gislason zum Hammer-Programm für die DHB-Auswahl in der zweiten Turnierphase. Teammanager Benjamin Chatton versprach gar Handball-Krimis im Stil früherer „Hitchcock-Klassiker.“
Wie Deutschland starten auch die Portugiesen und Franzosen mit 2:0 Punkten in das Rennen um den Einzug ins Halbfinale, das die zwei besten Teams der Gruppe erreichen. Der Drittplatzierte spielt um Rang fünf.
Verhandlungen mit Rechteinhabern
Das deutsche Team startet an diesem Donnerstag gegen Portugal schon um 15.30 Uhr. Dies ist das Ergebnis der Verhandlungen des europäischen Handballverbandes EHF und Vermarkter Infront mit ARD und ZDF sowie weiteren internationalen Rechteinhabern. Am Donnerstag findet zur Prime-Time um 20.30 Uhr der Knüller von Gastgeber Dänemark gegen Frankreich statt. Um 18 Uhr spielt Norwegen gegen Spanien.
„Alle Top-Nationen wollen natürlich gern zur Prime-Time um 20.30 Uhr spielen. Wir sammeln die Interessen und werden auch Kompromisslösungen finden“, sagte EHF-Mediendirektor Thomas Schöneich. Der dänische TV-Sender TV2 als Gastgeber genieße keinen Sonderstatus.
Hauptrundenspiele der DHB-Auswahl
Donnerstag, 22. Januar (15.30 Uhr/ARD) gegen Portugal
Das WM-Viertelfinale 2025 haben die deutschen Spieler noch in unguter Erinnerung. Durch das 30:31 nach Verlängerung schied die DHB-Auswahl aus und büßte damit die Chance auf eine Medaille ein. Ein Jahr zuvor gab es in der Vorbereitung auf die Heim-EM zwei knappe Testspielsiege. Bei einer EM-Endrunde standen sich beide Teams letztmals vor sechs Jahren gegenüber. Damals siegte Deutschland im Spiel um Platz 5 mit 29:27.
Bilanz: 20 Spiele – 16 Siege, 0 Remis, 4 Niederlagen.
Samstag, 24. Januar (20.30 Uhr/ZDF) gegen Norwegen
In den wichtigen Duellen mit den Skandinaviern schlug das Pendel in jüngerer Vergangenheit mal zur einen Seite und mal zur anderen aus. So wie bei der WM 2023, als Deutschland in der Hauptrunde mit 26:28 verlor und dann das Spiel um Platz 5 mit 28:24 gewann. Zuvor hatten die Norweger schon im WM-Halbfinale 2019 und bei der EM 2022 das bessere Ende für sich gehabt. Deutschland siegte dafür beim Olympia-Turnier 2021 in Tokio.
Bilanz: 56 Spiele – 37 Siege, 4 Remis, 15 Niederlagen.
Montag, 26. Januar (20.30 Uhr/ARD) gegen Dänemark
Seit fast zehn Jahren hat die DHB-Auswahl gegen die Dänen nicht mehr gewinnen können. Der vorerst letzte Sieg gelang am 2. April 2016 in Köln (33:26). Danach setzte es sieben zum Teil heftige Pleiten. Besonders schmerzten das 26:39 im Olympia-Finale 2024 und das 30:40 bei der WM im Vorjahr. Mut macht eigentlich nur der Blick auf die EM 2016, als die DHB-Auswahl auf dem Weg zum Gold-Triumph mit 25:23 siegte.
Bilanz: 110 Spiele – 58 Siege, 14 Remis, 38 Niederlagen.
Mittwoch, 28. Januar (18 Uhr/ ZDF) gegen Frankreich
Das „Wunder von Lille“ hat längst einen festen Platz in den Geschichtsbüchern des Handballs. Auf dem Weg zu Olympia-Silber besiegte das DHB-Team die Franzosen im Viertelfinale mit 35:34 nach Verlängerung, obwohl sie zwölf Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit zwei Toren zurückgelegen hatte. Dafür durfte Frankreich zuvor im WM-Viertelfinale 2023 und im Bronze-Spiel bei der WM 2019 jubeln.
Bilanz: 78 Spiele – 39 Siege, 8 Remis, 31 Niederlagen.
Weitere Übertragungen
Die ARD würde ein mögliches Halbfinale (30. Januar) mit Deutschland übertragen. Das ZDF bekäme bei einem Halbfinaleinzug am Finaltag (1. Februar) den Zuschlag. Weitere Begegnungen der Hauptrunde werden im Stream übertragen.
Wem das noch nicht reicht, dem ist Dyn zu empfehlen: Der Streamingdienst hat sich die Übertragungsrechte für die nächsten Top-Events gesichert. Dyn zeigt alle Spiele der EM auf seiner Plattform.
