Wie Markus Frohnmaier
Holm bleibt im Bundestag
Die AfD hat die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern gewonnen. Regieren dürfte sie aller Voraussicht nach nicht. Der Spitzenkandidat ist nicht einmal im Landtag.
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Gemischte Gefühle bei Leif-Erik Holm, „Ministerpräsidentenkandidat“ der AfD für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern – ein Landtagsmandat hat er nicht errungen.
Nach dem Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern glaubt AfD-Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm selbst nicht an eine Regierungsbeteiligung seiner Partei. Man habe sich viel Mühe gegeben, regierungsfähig zu sein, und habe ein machbares Programm aufgestellt. „Ich denke, wir könnten regieren. Allerdings sieht es derzeit nicht danach aus, dass es so sein wird“, sagte er bei NDR Info. Derzeit sehe es so aus, als käme eine rot-rot-grüne Mehrheit zustande, so Holm. „Das ist sicherlich keine gute Richtung, die unser Land da nehmen wird.“
Holm bekräftigte erneut den Regierungsanspruch seiner Partei. Die Wähler hätten der AfD diesen Auftrag massiv zugesprochen. „Deswegen erwarten wir von den anderen Parteien, dass wir miteinander reden können.“ Diese Gespräche wolle er gemeinsam mit dem AfD-Spitzenkandidaten Enrico Schult führen. Holm selbst war im Kampf um das Direktmandat in Schwerin Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) unterlegen und zieht nicht in den Landtag ein.
Holm und Frohnmaier weiter im Bundestag
Sollte es erwartungsgemäß nicht zu einer Regierungsbeteiligung der AfD kommen, wird Holm weiter Bundestagsabgeordneter bleiben, zumal er dem neuen Landtag gar nicht angehört. Dann werde er seine Rolle als direkt gewählter Abgeordneter in Schwerin und Westmecklenburg weiter wahrnehmen, sagte er bei NDR Info. Ähnlich war es nach der Landtagswahl im März auch bei „Ministerpräsidentenkandidat“ Markus Frohnmaier in Baden-Württemberg. Ebenso wie nun Leif-Erik Holm stand er nicht einmal auf der Landesliste und ließ seinem Co-Landesvorsitzenden Emil Sänze den Vortritt auf Platz eins. Auch das hatte nach Ansicht von Beobachtern mit dazu beigetragen, dass die AfD im Ländle mit 18,8 Prozent etwas unter den eigenen Erwartungen geblieben war.
In Mecklenburg-Vorpommern hat die AfD nach Angaben der Landeswahlleitung hingegen 38,2 Prozent der Stimmen gewonnen und ihr Ergebnis von vor fünf Jahren damit mehr als verdoppelt. Die SPD verzeichnete leichte Verluste und kommt auf 35,5 Prozent. Die Linke folgt mit 6,5 Prozent auf Platz drei. Die Grünen ziehen mit 5,7 Prozent ins Parlament ein. Die CDU blieb mit 4,9 Prozent erstmals bei einer Wahl in der Bundesrepublik unter der Sperrklausel und fliegt aus dem Landtag. Auch das BSW scheiterte mit 4,8 Prozent knapp.
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Markus Frohnmaier beim AfD-Bundesparteitag im Juli 2026 – am Landtag hatte er wie Leif-Erik Holm offenbar kein großes Interesse.
