Neue Schilder für den Landschaftserlebnisweg ʼs Äpple

Backnang investiert 3000 Euro für neue Wegweiser in den südlichen Stadtteilen und im Norden der Stadt bei den Heppseen.

In der Vergangenheit wurden die Wegweiser zum Teil auch auf Bäume gesprüht. Das war manchmal schön, aber völlig ungeeignet. Foto: privat

In der Vergangenheit wurden die Wegweiser zum Teil auch auf Bäume gesprüht. Das war manchmal schön, aber völlig ungeeignet. Foto: privat

Von Matthias Nothstein

Backnang. Jeder Wanderer wird wohl bestätigen können: Nichts nervt mehr als eine fehlende oder schlechte Beschilderung des Wegs. Umso ärgerlicher, dass ausgerechnet die Ausschilderung des Landschaftserlebniswegs ’s Äpple, der auf 84 Kilometern einmal im weiten Rund um Backnang führt, bislang nicht alle Wünsche erfüllte. Zumindest auf Backnanger Markung soll jetzt die Beschilderung nachgerüstet werden. Die Stadtverwaltung kann sich dabei auf die tatkräftige Unterstützung durch die ehrenamtlichen Helfer des Schwäbischen Albvereins verlassen.

Die Beschilderung des Äpplewegs war schon seit seiner Eröffnung im Mai 2016 in der Kritik. Sie wurde von den Gemeinden, auf deren Markung der Weg verlief, zum Teil in unterschiedlicher Weise vorgenommen. Schilder waren nur eines der gewählten Mittel. Einige Gemeinden wählten auch als Markierungszeichen eine aufgesprühte, stilisierte Apfelblüte, wobei ein einzelnes farblich abgesetztes Blütenblatt die Wegrichtung markiert. Diese Zeichen wurden mit Schablonen auf den Weg, an Bäume und Laternen oder Brücken gesprüht. Ein einfaches, preiswertes Mittel mit einem großen Nachteil: Die Zeichen waren zum Teil recht schnell nicht mehr erkennbar. Abschnittsweise fehlten die Markierungen ganz. Oft auch hielt die Farbe nicht auf dem Untergrund, sie wurden von den Reifen „weggefahren“ oder von Büschen überwuchert. Auf den Baumrinden sorgte die Natur dafür, dass die Farbe von Jahr zu Jahr weniger sichtbar war.

In Backnang führt der Weg vor allem durch die südlichen Stadtteile, wo der größte Nachholbedarf besteht. Laut Tobias Großmann, Leiter des Stadtplanungsamts Backnang, auch deshalb, „weil es immer wieder zu Vandalismus gekommen ist“. In den vergangenen Wochen wurden alle Schilder aufgelistet und der Nachrüstbedarf ermittelt. Aufgrund der Witterung kann die Nachrüstung laut Großmann zwar nicht mehr in diesem Jahr erfolgen. Aber er kündigt an: „Die Beschilderung in diesem Bereich wird priorisiert im Frühjahr zur neuen Wandersaison fertiggestellt.“

In der anderen Richtung, im Norden von Backnang, wurden im Spätsommer bereits von den Helfern des Schwäbischen Albvereins mehrere Abschnitte neu beschildert. Bei den Backnanger Wegweisern sind „RW5“ und „Grillstelle Heppsee“ überklebt und die geänderten Schilder ausgetauscht worden. Zudem gab es neue Zwischenwegweiser. Sie dienen all jenen Wanderern, denen der gesamte Rundwanderweg zu lang ist und die von der Stadt aus nur einen Teilabschnitt des Wegs laufen möchten. Diese Wanderungen sind mit einer Gehzeit von etwa drei Stunden ausgezeichnet.

Die Kosten für die Beschilderungsmaßnahme liegen bei insgesamt etwa 3000 Euro und werden durch die Stadt getragen. Großmann freut sich sehr über die Kooperation mit dem Schwäbischen Albverein, dessen Mitglieder die Schilder peu à peu ergänzen beziehungsweise überhaupt erst anbringen. Und er bestätigt, dass die Nachfrage bei den Wanderfreunden sehr groß ist und die Stadt das Thema nicht vernachlässigt. Allerdings sei der Aufwand auch groß: „Wir hinken nicht hinterher, aber es sind eben auch noch nicht alle Schilder aufgehängt.“

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Erstellt:
8. November 2021, 11:30 Uhr

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