Landtagswahl Sachsen-Anhalt
Reaktionen und Stimmen zur Wahl am Sonntag
In Sachsen-Anhalt wurde heute ein neuer Landtag gewählt. Das sind die Reaktionen und Stimmen zum Wahlergebnis.
© Christian Charisius/dpa
Wie sehen die Reaktionen auf das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt aus?
Von Daniel Steiger
Sachsen-Anhalt hat am heutigen Sonntag einen neuen Landtag gewählt. Nach den ersten Prognosen liegt die AfD klar vorn. Hier gibt es Reaktionen und Stimmen zum Wahlergebnis (wird weiter aktualisiert).
Reaktionen und Stimmen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Das sind die Reaktionen auf den Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt:
- Die AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel sieht den Regierungsauftrag bei ihrer Partei. „Das ist ein historisches Ergebnis, und es ist ein ganz klarer Regierungsauftrag“, sagte Weidel am Sonntagabend im ZDF. In welcher Form die AfD in Sachsen-Anhalt regieren werde - „durch eine Tolerierung oder durch eine Koalition, das wird sich einfach noch zeigen“, fügte sie hinzu. „Wir gehen hier durch die Decke, wir werden in ganz Ostdeutschland durch die Decke gehen, auch im Bund“, sagte die AfD-Chefin weiter. „Die CDU wird keine Wahl mehr gewinnen.“
- Die AfD in Sachsen-Anhalt hat aus Sicht von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund ihr Ziel bei der Landtagswahl erreicht. „Wir haben genau das geschafft, was wir schaffen wollten“, sagte Siegmund nach Bekanntgabe der Prognosen in Magdeburg in der ARD. „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben.“ Die Menschen in Sachsen-Anhalt hätten ein Zeichen gesetzt, das deutlicher kaum sein könnte. Es könne nicht so weitergehen wie bisher. Zur Frage, ob er nun Ministerpräsident werden wolle, äußerte sich Siegmund angesichts der ersten Zahlen nicht. Er bekräftigte aber, dass er allen Kräften die Hand reichen wolle, die eine grundlegende politische Kehrtwende in Sachsen-Anhalt herbeiführen wollten. Er sagte aber auch, diese Kräfte sehe er aktuell nicht. Die AfD werde sich aber nicht verbiegen, betonte Siegmund.
- Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) hat den Wahlausgang in Sachsen-Anhalt als Einschnitt bezeichnet. „Dieser Abend, dieses Ergebnis ist sicher eine Zäsur für die Partei, für das Land“, sagte Warken im ZDF. Mit Blick auf das Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl sprach Warken von einem „sehr, sehr schwierigen Ergebnis“. Die CDU habe dies zu akzeptieren, werde es aber sicherlich nicht hinnehmen. Der für den Herbst angekündigte Reformkurs der schwarz-roten Koalition wird laut Warken dennoch entschlossen angegangen. „Unser Land steht vor großen Herausforderungen.“
- CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat bundespolitische Konsequenzen aus der Niederlage der CDU ausgeschlossen. Es beginne nun keine Diskussion über Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung, sagte Hoppermann am Sonntag in der ARD. „Die Bundesregierung und der deutsche Bundestag sind für vier Jahre gewählt“, dies habe in Sachsen-Anhalt nicht zur Debatte gestanden.
