Spendenaktion nach tödlichem Unfall in Auenwald

Innerhalb eines Tages werden mehr als 15.000 Euro für die Familie des verstorbenen 20-Jährigen gesammelt.

Bei dem Unfall am Montagabend wird der 20-Jährige in seinem Auto eingeklemmt und getötet.

© 7aktuell.de/Kevin Lermer

Bei dem Unfall am Montagabend wird der 20-Jährige in seinem Auto eingeklemmt und getötet.

Auenwald. Der tragische Tod eines 20-Jährigen, der am Montagabend mit seinem Auto auf der Straße zwischen Unterweissach und Unterbrüden verunglückt ist, bewegt die Menschen in Auenwald und darüber hinaus. Innerhalb eines Tages haben sich rund 450 Menschen an einer privaten Spendenaktion auf der Internetplattform www.gofundme.com beteiligt. Mehr als 15.000 Euro sind dabei bereits zusammengekommen. Das Geld soll an die Familie des verstorbenen Mohammed gehen, um damit unter anderem die Kosten für die Bestattung zu bezahlen.

Initiiert wurde die Spendenaktion von Lukas Euchner, der als Jugendreferent in Auenwald arbeitet. Euchner leitet dort den offenen Jugendtreff. Dort lernte er Mohammed bereits 2017 kennen, nachdem dieser zusammen mit seiner Familie vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflüchtet war. Seitdem hat Lukas Euchner den Jungen auf seinem Weg begleitet. „Mohammed war superengagiert und hat sich auch für andere eingesetzt“, erzählt der Jugendreferent. Euchner bezeichnet den jungen Mann als „Musterbeispiel für Integration“. Unter anderem habe er sich in der Jugendvertretung der Gemeinde engagiert. Im kommenden Jahr habe der 20-Jährige sein Abitur machen und anschließend studieren wollen. „Sein Wunsch war es, Arzt zu werden und anderen Menschen zu helfen.“

Der plötzliche Tod des jungen Mannes war für Lukas Euchner ein Schock. Dass Mohammed bei einem Verkehrsunfall starb, ist in seinen Augen umso tragischer, da er diesen als sehr umsichtigen Autofahrer kennengelernt hatte. „Er war kein Raser, sondern supervernünftig.“ Wie berichtet, war der 20-Jährige am Montagabend mit seinem Mitsubishi in einer Linkskurve frontal mit einem entgegenkommenden VW kollidiert. Dabei wurde er in seinem Auto eingeklemmt und erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die Unfallursache ist noch unklar.

Überwältigende Resonanz auf Spendenaufruf

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Der Jugendreferent kennt auch die Mutter und die Geschwister des Getöteten gut. Als er am Montagabend von dem Unfall erfuhr, eilte er sofort nach Hohnweiler, um der trauernden Familie beizustehen. Die steht nun auch vor finanziellen Herausforderungen. Deshalb beschloss Euchner spontan, eine Spendenaktion zu starten. Auf der Online-Plattform gofundme.com veröffentlichte er dazu am Dienstag einen Aufruf zusammen mit Fotos des Verstorbenen. In dem Text heißt es: „Wer Mohammed kennenlernen durfte, wird ihn vor allem als einen unglaublich fröhlichen, offenen und lebensfrohen Menschen in Erinnerung behalten. Er hatte eine ganz besondere positive Energie. Egal, was er gemacht hat, er hat es mit voller Leidenschaft und mit ganzem Herzen gemacht.“ Sein Verlust hinterlasse eine unvorstellbar große Lücke.

„Wir wissen, dass kein Geld der Welt Mohammed zurückbringen und seiner Familie den Schmerz nehmen kann. Aber wir können ihnen zeigen, dass sie in dieser schweren Zeit nicht alleine sind“, heißt es in dem Spendenaufruf. Als Spendenziel hatte der Initiator 15.000 Euro angegeben. Die waren bereits am Mittwochnachmittag erreicht. „Das ist eine überwältigende Summe. Es zeigt, wie viele Menschen Mohammed gemocht haben“, sagt Lukas Euchner. Spenden sind aber auch weiterhin willkommen. Sie sollen dazu beitragen, dass sich die Familie in ihrer Trauer nicht auch noch finanzielle Sorgen machen muss.

Spendenaktion Wer Mohammeds Familie unterstützen möchte, findet die Aktion unter diesem Link.

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Erstellt:
2. September 2026, 17:14 Uhr

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