Staatsanwaltschaft Hamburg

Stefan Kuntz zieht Anzeige zurück

Ex-HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz ist mit Vorwürfen konfrontiert, die er zurückweist. Er selbst stellt eine Anzeige und zieht sie zurück. Die Staatsanwaltschaft sagt, wie es weitergeht.

Stefan Kuntz (Archivbild)

© Christian Charisius/dpa/Christian Charisius

Stefan Kuntz (Archivbild)

Von red/dpa

Stefan Kuntz hat seine Anzeige gegen Unbekannt zurückgezogen. Das bestätigte die Hamburger Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuerst hatte die „Hamburger Morgenpost“ darüber berichtet. Der bisherige Sportvorstand des Bundesligisten Hamburger SV hatte die Anzeige nach Angaben der Staatsanwaltschaft „wegen des Vorwurfs der Nachstellung“ am 12. Dezember gestellt.

„Die Zurückziehung der Anzeige hat keine Konsequenz für das Verfahren“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft der dpa. Da es sich um ein sogenanntes Offizialdelikt handele, würden die Ermittlungen von Amts wegen geführt.

Kuntz weist Vorwürfe zurück

Zuletzt waren Vorwürfe gegen den 63-jährigen Kuntz wegen eines angeblichen Fehlverhaltens im Zusammenhang mit seinem unerwarteten Abschied vom HSV Ende des Jahres bekanntgeworden. Der frühere Nationalspieler hatte den Vorwürfen widersprochen. „Erst einmal möchte ich sagen, dass mich die Vorwürfe hart treffen. Klar ist: Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück!“, hatte es in einem Statement auf dem offiziellen Instagram-Profil des Ex-Profis geheißen. 

Warum er nun die Anzeige zurückgezogen hat, ist unbekannt. Kuntz war über seine Anwälte für eine Stellungnahme angefragt.

Am Montag hatte der HSV-Aufsichtsrat mitgeteilt, der Abschied von Kuntz stehe im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen des angeblichen Fehlverhaltens des Europameisters von 1996. Offiziell waren bei der Verkündung der Trennung zum 31. Dezember 2025 familiäre Gründe angegeben worden.

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Erstellt:
16. Januar 2026, 11:06 Uhr

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