CEV-Cup im Volleyball

Volle Attacke! So zieht Allianz MTV Stuttgart in die nächste Runde ein

Die Stuttgarter Volleyballerinnen schlagen im Achtelfinale des europäischen CEV-Cups den favorisierten THY Istanbul überraschend deutlich mit 3:0 – und lassen sich feiern.

Soe sehen Siegerinnen aus: Pauline Martin.

© Baumann/Julia Rahn

Soe sehen Siegerinnen aus: Pauline Martin.

Von Jochen Klingovsky

Die Scharrena hat schon viele magische Volleyball-Abende erlebt – am Mittwoch kam ein weiterer hinzu. Vor 2251 begeisterten Fans setzte sich Allianz MTV Stuttgart im Achtelfinale des europäischen CEV-Cups dank einer herausragenden Vorstellung gegen THY Istanbul durch. Nach der 2:3-Niederlage am Bosporus gewann der Bundesliga-Spitzenreiter das Rückspiel unerwartet deutlich mit 3:0 (25:21, 25:21, 25:21) – und wurde groß gefeiert. „Wir hatten den Mut, offensiv zu spielen und voll zu attackieren“, sagte Trainer Konstantin Bitter, „es war eine sehr gute Leistung von uns.“

Dabei hatten seine Mannschaft ein paar Minuten gebraucht, um in die Partie zu finden. Sie lag 4:8 hinten, kämpfte sich aber heran und ging nach zwei Blocks beim 13:12 erstmals in Führung – danach lief es. Im Angriff überzeugte das MTV-Team, bei dem Zuspielerin Pia Kästner Regie führte und Diagonalangreiferin Pauline Martin ihre große Schlagkraft zeigte, durch seine Variabilität. Bei den Aufschlägen gingen die Stuttgarterinnen ein hohes Risiko ein und leisteten sich einige Fehler, erzeugten aber auch hohen Druck. Vor allem Lucia Varela Gomez stellte die Annahme der Gäste immer wieder vor große Probleme. Und in der Abwehr ersetzte Fabiana Mottis auf der Libero-Position Yurika Bamba, die aus familiären Gründen in ihrer japanischen Heimat weilt, überragend. Die Schweizerin wurde als beste Akteurin der Partie ausgezeichnet. „Sie hat voll überzeugt“, lobte Coach Bitter, „es ist schön, ihre tolle Entwicklung zu sehen.“

Allianz MTV Stuttgart hält sein hohes Niveau

THY Istanbul glich beim 16:16 zwar nochmals aus, doch der Bundesligist hielt sein hohes Niveau und gewann den ersten Durchgang 25:20. Auch danach ließen die Stuttgarterinnen nicht nach. Nach dem 9:9-Zwischenstand setzten sie sich erneut ab und holten sich den zweiten Satz mit 25:21.

Anschließend gab es den einzigen kleinen Durchhänger. Nach dem 4:1 gab das MTV-Team fünf Punkte in Folge ab, die Gäste durften auf die Wende hoffen – allerdings nicht lange. Beim Stand von 15:16 drehten die Stuttgarterinnen, angefeuert durch ihre Fans in der ausverkauften Halle, noch einmal auf, beim 23:17 war die Entscheidung gefallen. „Mit unserer starken Block-Abwehr haben wir Istanbul zermürbt“, sagte Trainer Bitter nach dem 3:0-Sieg mit einem Lächeln, „es war unser bisher stärkster Gegner in dieser Saison – deshalb bin ich sehr zufrieden.“

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Erstellt:
14. Januar 2026, 21:48 Uhr

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