Midterm-Niederlage

Warum ist Trump so orange?

Trump fällt immer wieder durch seine intensive Gesichtsfarbe auf. Verschlimmert sich der ungesunde Teint durch den Wahlausgang?

Unnatürlicher Teint, verwaschene Aussprache, heruntergezogene Gesichtshälfte: US-Präsident Trump 2026 an Bord der Air Force One.

© Mark Schiefelbein/AP/dpa

Unnatürlicher Teint, verwaschene Aussprache, heruntergezogene Gesichtshälfte: US-Präsident Trump 2026 an Bord der Air Force One.

Von Michael Maier

Wie geht es dem US-Präsidenten psychisch und physisch nach seiner schallenden Niederlage bei den Midterms 2026? Man kann dem Präsidenten ja viel vorwerfen, dass er sich nicht in Szene zu setzen weiß, aber sicher nicht. Als er im September 2024 bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania angeschossen wurde, ließ er sich nicht von der Bühne zerren, ehe er – mit blutigem Ohr – die Faust in die Kamera reckte. Die Lippen formte er zu einem „Fight“.

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Auch die Bilder von Trump, die ihn vor seiner zweiten Wahl in einer orangefarbenen Weste eines Müllmanns zeigen, gingen um die Welt. Dass sich seine Gesichtsfarbe der der Weste zumindest annäherte, sorgte damals weltweit für Gelächter und für Anspielungen auf künstliche Intelligenz.

Warum Trumps Haut orange ist

Warum aber hat Trumps Gesichtsfarbe häufig einen ungesund wirkenden Orange-Ton? Zu seinem Teint hatte sich der Ex-Präsident bereits im Jahr 2019 geäußert – auf seine ganz eigene Art. Und die Erklärung ist doch etwas fragwürdig: Schuld seien nicht etwa Selbstbräuner oder andere kosmetische Mittel, sondern Glühbirnen. Genauer gesagt: Energiesparlampen.

Anders sieht es die ehemalige Trump-Visagistin Audrey Lefevre: Entgegen Trumps Behauptung, Energiesparlampen seien für seine Gesichtsfarbe verantwortlich, enthüllt die französische Make-up-Artistin die mögliche wahre Ursache.

Der 78-jährige Trump sei von Natur aus „so blass wie ein Albino“ und nutze das Bräunungsmittel, um rote Hautflecken zu kaschieren. Lefevre, die über Kontakte von Ivanka Trump zur Familie kam, betont ausdrücklich, dass mit Sicherheit keine professionelle Visagistin für den orangefarbenen Teint verantwortlich zeichnen möchte.

Trumps Gesicht: orange oder gebräunt?

„Das Licht ist nicht gut“, hatte Trump selbst einmal auf einer Veranstaltung in Baltimore gesagt. Und eingestanden: „Ich sehe immer orange aus.“ Wer aber Selbstironie vermutet, liegt falsch. In Richtung der Anwesenden fügte Trump schnell an: „Und Sie auch.“ Aus Sicht des 78-Jährigen sehen also die meisten Menschen mit entsprechendem Licht „orange“ aus.

Und was sagen Experten? Tina Alster, Dermatologin und medizinische Beraterin für das Weiße Haus, hatte sich bereits vor sieben Jahren zu Trumps Haut geäußert: „Er sieht mehr orange als gebräunt aus.“ Laut der Medizinerin weise Trumps Haut womöglich gravierende Sonnenschäden auf, die nun übertüncht werden sollen.

„Reflecting Pool“ – ist Trump nur noch gaga?

Auch wenn Trump und seine Umgebung alle Vermutungen bislang zurückgewiesen haben, er benutze Selbstbräuner oder gehe ins Solarium, liegen diese beiden Erklärungen doch recht nahe. Ferner hält sich hartnäckig das Gerücht, Trump leide an Rosazea – einer unangenehmen entzündlichen Hautkrankheit. Diese könnte sich gegebenenfalls natürlich durch psychische Belastungen wie eine Wahlniederlage verschlimmern.

Oder hat Trump derart große kognitive Probleme, dass er die aktuellen Entwicklungen gar nicht mehr voll wahrnehmen kann und daher dickhäutig reagiert? Der Zustand seines Gehirns dürfte wohl wichtiger sein als der seltsame Teint und einige andere Marotten. In der Tat wirkt seine Aussprache oft etwas verwaschen, seine Aussagen sind zum Teil inkohärent oder laufen am Thema vorbei. Zuletzt erging er sich im Wahlkampf unter anderem über einen „Reflecting Pool“ in Washington.

Schon bei Trumps unpopulärem demokratischen Vorgänger Joe Biden, war es am Ende ja nicht mehr ganz klar, wer im Weißen Haus wirklich das Sagen hatte. Das Stottern war bei Biden offensichtlich, eine mutmaßliche Demenz wird aber bis heute bestritten. 2025/2026 haben Beobachter nun bemerkt, dass bei Trump eine Gesichtshälfte unnatürlich herabhängen soll. Falls es wirklich einmal zu größeren gesundheitlichen Ausfällen kommen sollte, müsste Vizepräsident JD Vance Donald Trump vertreten oder gar ersetzen – inzwischen wohl seine einzige Chance auf einen Verbleib im Weißen Haus über 2028/2029 hinaus.

Tump-Visagistin vermutet Selbstbräuner

Kriss Blevens hat Trump jedenfalls schon geschminkt – wie alle anderen Präsidenten seit Jimmy Carter. Sie bestätigte einmal in einem Interview. „Weil ich Trump mehrmals geschminkt habe, kann ich Ihnen sagen, dass sein – ungeschminktes – Gesicht manchmal bronzener aussah als der Rest von ihm.“ Deshalb vermutet auch die Make-up-Artistin schlicht: Trump benutzt Selbstbräuner. Dass sich seine Augen und sein Mund manchmal deutlich davon abheben, dürfte allein dem Umstand geschuldet sein, dass die Creme schlecht aufgetragen ist.

mic/mbo – dieser Artikel erschien in anderer Fassung nach der Präsidentenwahl 2024 und wurde am 4. November 2026 aktualisiert.

Trump-Gegner überzeichnen ihn gerne herablassend im Kostüm eines Müllmanns, mit dem er 2024 aber durchaus Wahlkampf-Punkte gesammelt hatte.

© MICHAEL M. SANTIAGO/AFP

Trump-Gegner überzeichnen ihn gerne herablassend im Kostüm eines Müllmanns, mit dem er 2024 aber durchaus Wahlkampf-Punkte gesammelt hatte.

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Erstellt:
4. November 2026, 13:00 Uhr

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