Modern und praktisch statt alt und leer

Zeitung in der Schule: Backnang in der Zukunft  – Blick auf die Internationale Bauausstellung 2027 in der Region Stuttgart

Die bisherige Industriebrache rund ums Kaelble-Areal könnte sich in wenigen Jahren zu einem modernen Stadtquartier mausern. Foto: Archiv

Die bisherige Industriebrache rund ums Kaelble-Areal könnte sich in wenigen Jahren zu einem modernen Stadtquartier mausern. Foto: Archiv

BACKNANG. Nun nehmen Sie sich etwas Zeit und lassen Sie sich auf Folgendes ein: Stellen Sie sich vor, Sie sind in der Zukunft gelandet. Nehmen wir das Jahr 2070. Nun befinden wir uns in Backnang. Denn dann wurde hier vor Jahren das alte Stadtgebiet neu bebaut. Nun können Sie sich alles Mögliche vorstellen. Von einem schönen Familienhaus über neue schöne Aussichten auf die Murr bis zu neuen Arbeitsplätzen für viele Menschen. Und jetzt lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf. Sie laufen an der Murr entlang durch einen kleinen Park, vielleicht sogar schon mit Ihrer eigenen Familie und einem Kind. Sie genießen die Zeit und gehen danach noch auf einen Spielplatz in der Nähe. Das Wetter ist sehr schön; nicht zu kalt und nicht zu warm, die Sonne scheint, aber es sind ein paar dünne Wolken am Himmel, die das Wetter angenehm lau machen. Ein, zwei Minuten entfernt wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus; dort haben Sie es schön gemütlich. Und jetzt, wo Sie dies gehört haben: Wäre es nicht wundervoll, all dies so umzusetzen und zu bündeln? Den Raum, der vorhanden ist, richtig und durchdacht zu nutzen?

Aber natürlich hat auch dies einen Haken. Denn erstens muss ich Sie leider auf den Boden der Tatsachen zurückholen und darauf hinweisen, dass dies alles ein langer Prozess ist und außerdem auch noch nicht sicher feststeht, ob Backnang Fördergelder dafür bekommt. Aber Backnang hat eine gute Chance darauf. Und zweitens ist es nicht nur teuer, sondern auch aufwendig zu planen und zu konstruieren. Aber das lassen wir mal die Sorge der Architekten sein.

Wie soll das Projekt wirklich umgesetzt werden?

Nun die nächste Frage, die sich sicher einige von Ihnen gestellt haben: Wie soll das Projekt wirklich umgesetzt werden? Kann es umgesetzt werden? Oder wie kann man sich dafür einsetzen? Wie kann man seine eigene Meinung einbringen? Wie soll der Platz besser genutzt werden? Was für ein Platz ist in Backnang gemeint? All diese Fragen werde ich Ihnen versuchen zu beantworten. Erst mal heißt das Projekt, um welches es sich handelt, IBA’27: Internationale Bauausstellung 2027. Es kann umgesetzt werden, wenn Backnang die besten Vorschläge und Entwürfe im sogenannten Speckgürtel Stuttgarts hat. Dann wird Backnang zum IBA-Quartier und kann einen alten Teil der Stadt neu gestalten.

Unter anderem fand am Dienstag, 3. Dezember 2019, um 18.30 Uhr ein viertes und auch letztes Treffen im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 2027 unter dem Titel „Innovative Bautechniken, Energie und Nachhaltigkeit“ statt. Insgesamt soll der Platz effektiver genutzt werden und durch die Vorschläge aus den Treffen soll eine optimale Situation ausgearbeitet werden. Zum Beispiel soll statt einiger leerer Firmengebäude eine gute Lösung zur Gestaltung gefunden werden. Entweder sollen sie abgerissen werden und ganz neu entworfen werden oder eben zu etwas Neuem umgebaut werden.

Falls Sie beim letzten Treffen nicht dabei sein konnten, sind Sie am Dienstag, 4. Februar, von 18.30 bis 21 Uhr in den Walter-Baumgärtner-Saal ins Backnanger Bürgerhaus in der Bahnhofstraße 7 eingeladen, zur Abschlussveranstaltung mit Anmeldung zu kommen. Das Anmeldeformular hierzu finden Sie auf der Homepage der Stadt Backnang auf www.backnang.de mit Stichwortsuche „Onlineanmeldung zur Abschlussveranstaltung der IBA Bürgerdialoge“.

Ich hoffe, Sie konnten sich auf meine kleine Zeitreise in die Zukunft einlassen und sich vorstellen, was in Backnang alles verbessert werden könnte – fehlen nur noch die Fördergelder...

Von Maya Hekele, Klasse 9b, Max-Born-Gymnasium

Info
Schüler konstruieren Pavillon für die IBA’27-Ausstellung

Unter anderem stellen auch wir Schülerinnen und Schüler des Max-Born-Gymnasiums uns im Kunstunterricht momentan solche Fragen und bekamen hierzu eine kleine Führung über das betroffene Gelände entlang betroffener Gebäude. Denn wir sollen einen Pavillon für die Ausstellung konstruieren, in dem gezeigt werden kann, was sich in Backnang dann alles verändern soll.

So sind wir also auf ganz unterschiedliche Formen und Fassaden gekommen. Wir haben unserer Kreativität hierbei freien Lauf gelassen und uns Ideen überlegt, die hoffentlich umgesetzt werden können. Ich meine, dieses Gefühl, Backnang mit so einem Projekt zu unterstützen, ist einfach phänomenal. Wann bekommt man sonst als Jugendliche mal die Chance, die Stadt so unterstützen zu können!

Durch Ideen im Unterricht, die vielleicht wirklich umgesetzt werden können. Ja vielleicht sind auch ein paar Ideen dabei, die man wegen der Schwerkraft oder Sonstigem einfach nicht umsetzen kann, aber ich denke, ich kann für alle sprechen, dass es ein tolles Gefühl ist, helfen zu können. Also obwohl sehr viele unterschiedliche Ideen aufgekommen sind, waren wir uns alle bei einem einig: Etwas Modernes soll mit der Natur und ein bisschen altem Baustil einfließen und so sind sehr unterschiedliche Modelle entstanden beziehungsweise gerade beim Entstehen und Durchdenken.

Zum Beispiel gibt es eine Idee, die ein wenig an die Kindheit erinnert, als man noch Lego und Playmobil gespielt hat. Dabei werden unterschiedliche Formen aufeinandergesetzt und so miteinander verbunden. Bei anderen Modellen entstehen Kugeln oder Diamanten, Sechsecke oder andere unterschiedliche Ideen haben einen beeinflusst. Von der Fassade haben sich alle Schüler komplett unterschiedlich inspirieren lassen; durch die Rinde eines Baums oder auch durch ein Leopardenmuster.

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Erstellt:
29. Januar 2020, 06:00 Uhr

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