Cosima ist jetzt an die Corona-Warn-App angebunden

Testergebnisse können in die App der Bundesregierung übertragen werden. Im Rems-Murr-Kreis stagniert die 7-Tage-Inzidenz – noch.

Fünf weitere Personen haben sich von Donnerstag auf Freitag mit dem Coronavirus infiziert. Grafik: S. Horn

Fünf weitere Personen haben sich von Donnerstag auf Freitag mit dem Coronavirus infiziert. Grafik: S. Horn

Rems-Murr. Von Donnerstag auf Freitag hat sich die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis nicht verändert: Sie stagniert bei acht. Die Inzidenzstufe eins, die bis zu einer Inzidenz von zehn gilt, ist also noch nicht in Gefahr. Doch es könnte sein, dass sich das bald ändert – immerhin steigt deutschlandweit die Zahl der Infizierten. Die Delta-Variante ist auf dem Vormarsch und droht, den einen oder anderen Urlaub in Gefahr zu bringen. Im Landkreis sieht die Situation momentan aber noch sehr gut aus. Fünf Personen mit Covid-19 wurden dem Gesundheitsamt von Donnerstag auf Freitag gemeldet, in der Vorwoche waren es genauso viele neue Fälle. 60 Menschen sind in Quarantäne, die Zahl der Todesfälle bleibt glücklicherweise seit einiger Zeit unverändert.

Neuerungen gibt es bei der Cosima-App. Sie ist nach Angaben des Landratsamt im Rems-Murr-Kreis inzwischen fest etabliert. Mittlerweile gibt es rund 68000 Nutzer: 95 Schulen, knapp 900 Unternehmen, Vereine und Einrichtungen sind registriert. Die digitale Lösung des Rems-Murr-Kreises stößt auch außerhalb des Kreises zunehmend auf Interesse: Nachdem die kommunalen Spitzenverbände die Cosima-App als Best-Practice-Beispiel beworben haben, nutzen sie auch Städte und Gemeinden außerhalb.

Nach der Luca-App ist inzwischen auch Cosima an die Corona-Warn-App der Bundesregierung angebunden. Das bedeutet: Testergebnisse aus Testzentren und von Schnelltests unter Aufsicht – wie in den Schulen – können nun auch in die Corona-Warn-App übertragen werden. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man überträgt das Testergebnis anonym oder mit den persönlichen Daten. Bei einer anonymen Übertragung kann lediglich die Warnfunktion genutzt werden (bei einem positiven Ergebnis). Wer das Testergebnis mit seinem Namen überträgt, der kann das negative Testergebnis zusätzlich als Eintrittskarte nutzen. So genügt etwa beim Barbier oder in der Disko eine einzige App, um sich einzuchecken und das negative Testergebnis oder den Impfnachweis vorzuzeigen.

Besonders wertvoll ist die Anbindung fürs Reisen: Schließlich ist die offizielle App der Bundesregierung bundesweit und auch im Ausland bekannt. Das erleichtert die Kontrolle der 3-G, zum Beispiel am Flughafen. Über RMK-Cosima kann das Testergebnis auch als zweisprachiges PDF-Dokument auf Deutsch und auf Englisch angezeigt werden. Wer Cosima und die Corona-Warn-App nutzt, kann sich in der App der Bundesregierung auch das digitale Covid-Zertifikat der EU (negatives Testergebnis mit QR-Code) anzeigen lassen.

„Die Anbindung unserer RMK-Cosima an die offizielle App der Bundesregierung ist ein echter Ritterschlag – auch für die Akzeptanz unserer Lösung außerhalb des Landkreises“, sagt Landrat Richard Sigel. „Uns waren immer funktionierende und möglichst digitale Lösungen wichtig, um die Pandemie zu bekämpfen. Wenn man auch im Urlaub für den Check-in, das Testergebnis oder den Impfnachweis nur eine App braucht, dann ist das eine Erleichterung und wieder ein Schritt in Richtung Normalität“, so der Landrat weiter.

Mit Blick auf den Schulstart nach den Sommerferien bereitet das Team von RMK-Cosima außerdem weitere Verbesserungen der App vor – mit dem Ziel, dass Schulen und Kitas Cosima zum Schulstart noch komfortabler nutzen können, berichtet der Landrat.

Die App des Rems-Murr-Kreises kann nicht nur negative Testergebnisse nachweisen, sondern hat auch eine Funktion zur Terminbuchung – für Schnelltests und für PCR-Tests, etwa im Testzentrum am Klinikum Winnenden. Das Testergebnis kann auch in der App angezeigt werden, wenn der Termin über das Schnelltestportal auf der Homepage des Landratsamts gebucht wurde. Ein aktuelles Testergebnis kann über einen Button in die Corona-Warn-App oder in die Luca-App übertragen werden. Dies ist nur möglich, solange das Testergebnis noch gültig ist. (lra/mm)

Zum Artikel

Erstellt:
17. Juli 2021, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Corona

Coronahotline des Kreises: „Manchmal flossen Tränen“

Das Interview: Seit etwa 16 Monaten ist die Hotline des Rems-Murr-Kreises für Fragen rund um die Coronapandemie geöffnet. Gesundheitsdezernent Peter Zaar und Hotline-Mitarbeiterin Patricia Alexander-Joos berichten von ihren Erfahrungen.