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Erster Gottesdienst im Autokino in Backnang

Kay-Pollack-Film „Wie im Himmel“ wurde in die Veranstaltung integriert.

Dekan Wilfried Braun half freudig mit beim Einweisen der ankommenden Autos. Foto: privat

Dekan Wilfried Braun half freudig mit beim Einweisen der ankommenden Autos. Foto: privat

BACKNANG (epp). In diesem Jahr ist alles anders und so überlegten die Pfarrerinnen Sabine Goller-Braun und Annegret Maile, wie sie für die Kirchengemeinde in Zeiten der Beschränkungen durch die Coronapandemie einen feierlichen Pfingstgottesdienst planen könnten. Über die Kontakte zu Markus Schildknecht vom Stadtjugendring und Annegret Eppler vom Kino Universum wurde die Idee eines Gottesdiensts im Autokino geboren. Auf dem Musikfilm-Drama von Kay Pollack aus dem Jahr 2004 „Wie im Himmel“ baute die etwas andere Predigt zu Pfingsten auf und so konnte auch die Kino-LED-Wand wunderbar miteinbezogen werden. Das alles organisierten die Pfarrerinnen in kürzester Zeit. Ein Kraftakt, der sich gelohnt hat.

Mit rund 50 Autos – einzelne Besucher kamen auch mit dem Fahrrad – kamen die Gottesdienstbesucher. Schon beim Ankommen wurden sie vom strahlend blauen Himmel und von der auf der Leinwand leuchtenden roten Farbe des Paramentes am Altar auf Pfingsten eingestimmt. Die liturgische Farbe Rot am Pfingstfest steht für das Feuer des Heiligen Geistes aus der biblischen Erzählung. Besonders waren bei der Ankunft der Gottesdienstbesucher auch die Mitarbeiter, die den Fahrzeugen ihren Platz zuwiesen. Mitglieder der Kirchengemeinde, unter ihnen tatkräftig Dekan Wilfried Braun und Günther Ulfert, lockten die Fahrzeuge höchst persönlich und professionell auf ihren Stellplatz.

Sensibel hatten die Pfarrerinnen die Musik und den Film in den Gottesdienstablauf eingebaut. Sequenzen aus dem Film luden zum Nachdenken ein. Die Charaktere aus dem Film wurden noch lebendiger durch die gesprochenen Texte, die die Pfingstbotschaft passend aus der Perspektive der einzelnen Figuren beleuchteten. Die von Annika Renz gesungenen Lieder aus dem Film gingen den Besuchern förmlich unter die Haut.

Bei den Gemeindeliedern war die Mitwirkung durch Singen im Auto und Zeichen untereinander ein Gemeinschaftserlebnis. Nicht zuletzt durch die munteren Anweisungen von Kirchenmusikdirektor Hans-Joachim Renz, der die Band leitete und den Autoinsassen die Choreografie nahebrachte. So winkte es mal rechts und mal links im Takt aus den Autofenstern heraus. Renz wies zudem darauf hin, dass ein Chor aus vielen Beteiligten besteht und geradezu ein Sinnbild für eine Gemeinde ist. Auch die Konfirmanden, deren Unterricht in diesem Jahr entfallen und deren Konfirmation verschoben werden musste, kamen auf der Leinwand zu Wort. Zum Beispiel beim Vater unser, welches von ihnen in mehreren Sprachen vorgetragen wurde.

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Erstellt:
3. Juni 2020, 06:00 Uhr

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