Gastgewerbe und Corona: Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut im „Sonnenhof“ auf Vor-Ort-Termin

Aufwendige Coronaschutzmaßnahmen und Wirtschaftlichkeit werden beim Rundgang durch das Areal in Kleinaspach thematisiert.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hatte um einen Termin gebeten: Sie machte sich im Kleinaspacher „Sonnenhof“ ein Bild von der Lage, in der sich die Geschäftsführer Uli Ferber (rechts) und Klaus Ferber (links) sowie ihre Mitstreiter in Zeiten von Corona befinden. Foto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hatte um einen Termin gebeten: Sie machte sich im Kleinaspacher „Sonnenhof“ ein Bild von der Lage, in der sich die Geschäftsführer Uli Ferber (rechts) und Klaus Ferber (links) sowie ihre Mitstreiter in Zeiten von Corona befinden. Foto: J. Fiedler

Von Ingrid Knack

ASPACH. Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) kam gestern zum Vor-Ort-Termin in den „Sonnenhof“ nach Kleinaspach. Die Wirtschaftsministerin informierte sich darüber, wie es um die Gastronomie- und Hotelbetriebe, die von den Geschäftsführern Uli Ferber, Klaus Ferber, Michael Ferber und Kathrin Boysen-Ferber geleitet werden, in Coronazeiten bestellt ist. Die Gesamtsituation wurde nach einem Rundgang durch das Areal intern besprochen. Während des Lockdowns hatten die Gastronomie- und Hotelbetriebe zwei Monate lang auf Null heruntergefahren werden müssen. Allerdings hieß dies nicht, dass alle Räder still standen. Viele Aufgaben mussten dennoch erledigt werden – von der Pflege der Gartenanlagen bis hin zu Security-Diensten. Seit die Geschäfte behutsam wieder anliefen, sind die aufwendigen Coronaschutzauflagen eine riesige Herausforderung. Die Umsetzung dieser sei derzeit noch keinesfalls wirtschaftlich, erklärte Uli Ferber. Beispiele aus der Praxis: Nur vier Menschen dürfen sich derzeit gleichzeitig im Schwimmbad und zwei in der Sauna aufhalten. Tanzen im Club-Bereich ist verboten. Der personelle Aufwand indes ist größer geworden. „Wenn man früher für eine bestimmte Tätigkeit 20 Angestellte gebraucht hat, braucht man für diese Tätigkeit heute 40“, so Ferber, der von 350 Arbeitsplätzen am Standort Sonnenhof spricht. Insgesamt sind dort zwölf Firmen angesiedelt, die sich neben den Bereichen Gastronomie und Hotellerie unter anderem auf Marketing, Musikmanagement und Fußball konzentrieren. Uli Ferber: „Alle sind irgendwie betroffen, die Gastronomie aber am meisten.“ Glücklicherweise befindet sich laut Ferber nur noch ein kleiner Teil der Angestellten in Kurzarbeit. Auch die Auslastung im Hotel sei mittlerweile nicht schlecht, aber noch lange nicht wie in Zeiten vor Corona und noch weit von der Wirtschaftlichkeit entfernt. Das Dörfle hingegen, durch das Andrea Berg die Ministerin führte, sei, wenn man das so sagen könne, ein kleiner Gewinner in der Coronazeit. Denn es bietet genau das, wonach die Menschen sich sehnen: Einen sicheren Urlaub im Ferienhaus, bei dem man den Corona-Alltag vergessen kann.

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Erstellt:
6. Oktober 2020, 06:00 Uhr

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