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Masken für Praxen

Der Landkreis unterstützt Kreisärzteschaft mit 5000 Exemplaren

Foto: B. Büttner

© Benjamin Büttner

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WAIBLINGEN (pm). Nach den Alten- und Pflegeeinrichtungen unterstützt der Landkreis auch die niedergelassenen Ärzte mit Schutzmasken. „Die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen sind auch weiterhin unterversorgt mit Schutzmasken und -ausrüstung. Das Landessozialministerium hat die Versorgung an unsere Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg delegiert – die Zuteilung klappt leider nur sehr zögerlich“, so Karl-Michael Hess, Sprecher der Kreisärzteschaft Rems-Murr-Süd.

Die Sprecher der Kreisärzteschaften, Wolfgang Steinhäußer und Karl-Michael Hess, haben sich mit dem Landrat darauf verständigt, dass auch die Ärzteschaft mit Schutzmasken aus Beständen des Landkreises versorgt wird und damit Engpässe überbrückt werden. Es werden zunächst 5000 dringend benötigte FFP2-Masken bereitgestellt.

„Es ist eigentlich nicht Aufgabe des Landkreises, die niedergelassenen Ärzte mit medizinischer Schutzausrüstung zu versorgen“, so Landrat Richard Sigel. „Angesichts des Hilferufs aus den Arztpraxen im Kreis ist es für uns jedoch selbstverständlich, dass wir unseren Beitrag leisten, auch wenn medizinische Schutzausrüstung in benötigter Qualität und Güte immer noch ein rares Gut ist.“

Die Ankündigung des Landes, für ausreichend Schutzausrüstung zu sorgen, wird nach und nach mit Leben gefüllt. Der Landkreis hat inzwischen eine vierte Lieferung erhalten. Der Landkreis rechnet aber nicht damit, dass sich die Situation insgesamt durch eine mögliche Ausdehnung der Maskenpflicht in vielen Bereichen entspannen wird. Die sehr frühen eingeleiteten eigenen Beschaffungsaktivitäten werden daher fortgesetzt und von den Rems-Murr-Kliniken mit dem notwendigen Know-how weiterhin gesteuert. „Was zählt, sind Lösungen, die funktionieren und Abhilfe schaffen“, sagt Sigel. Entsprechend können Arztpraxen aus dem Landkreis ab sofort ganz einfach per E-Mail FFP2-Masken bestellen und diese kurzfristig in Backnang, Schorndorf oder Waiblingen abholen. Jeder Arzt bis zu 20 Masken, auch in Gemeinschaftspraxen. Der Landrat appelliert allerdings: „Niemand darf in seinen eigenen Beschaffungsbemühungen nachlassen, denn das Land und der Landkreis werden nicht dauerhaft für alle Bereiche und Berufsgruppen die Beschaffung medizinischer Schutzausrüstung übernehmen und sicherstellen können.“

Ärzte können ab sofort für ihre Arztpraxis im Kreis Mundschutzmasken zum Selbstkostenpreis bestellen, unter der Mailadresse schutzausruestung@rems-murr-kreis.de. Dabei ist die erforderliche Anzahl der Masken anzugeben – pro Arzt können jeweils maximal 20 Stück ausgegeben werden. Diese Regelung wurde auch für Gemeinschaftspraxen mit bedacht: Auch dort erhält jeder Arzt bis zu 20 Masken. Die Kosten dafür und die Informationen zur Abholung werden bei der Bestellbestätigung genannt.

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Erstellt:
16. April 2020, 06:00 Uhr

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