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Zulassungsstellen haben wieder geöffnet

Neues Sicherheitskonzept macht Service möglich – Großer Andrang am ersten Tag in Backnang und Waiblingen

Unter anderem mit Bonbons haben sich Mitarbeiter der Zulassungsstellen bei den Bürgern für ihre Geduld bedankt. Foto: Landratsamt Rems-Murr

Unter anderem mit Bonbons haben sich Mitarbeiter der Zulassungsstellen bei den Bürgern für ihre Geduld bedankt. Foto: Landratsamt Rems-Murr

WAIBLINGEN/BACKNANG (pm/log). Die Zulassungsstellen des Landratsamts haben seit diesem Montag wieder für den Publikumsverkehr ohne Terminvergabe geöffnet – als bisher einzige in der Region Stuttgart. Möglich ist dieser Service, weil vorab ein Sicherheitskonzept erarbeitet wurde: Ziel ist es, die Bürger so zu lenken, dass die Abstandsregeln eingehalten werden können. Auch die Einhaltung der Hygieneregeln ist unter anderem mit Plexiglasscheiben am Schalter sowie bereitgestelltem Desinfektionsmittel ein zentraler Baustein.

Vor dem Gebäude werden die einzuhaltenden Mindestabstände durch Abstandshalter am Boden und Tensionsbänder sichergestellt. Mitarbeiter des Vollzugsdiensts des Landratsamts und ein externer Sicherheitsdienst stellen direkt vor dem Eingang sicher, dass zudem nur eine begrenzte Personenzahl das Gebäude betreten kann. Es wird pro freiem Schalterplatz eine Person in das Gebäude gelassen, sodass bei Betreten des Gebäudes keine zusätzliche Wartezeit entsteht. Vielmehr ist das große Ziel, Warteschlangen im Gebäude zu vermeiden. Schließlich gilt es, das Infektionsrisiko bestmöglich zu minimieren.

An den ersten Tagen nach der Öffnung kam es vor allem morgens zu längeren Wartezeiten. Mittags sind die Wartezeiten erfahrungsgemäß geringer. So kamen bereits am Dienstagmittag in Waiblingen die Bürger ohne Wartezeit an die Reihe. „Vor allem in Backnang gab es noch einen Rückstau, weil es dort weniger Schalter gibt als in Wablingen“, erklärt Pressesprecherin Martina Keck. Der Andrang sei groß gewesen, weil der Service in den vergangenen sechs Wochen nur mit Termin möglich war. „Es ging darum, unkontrollierte Ansammlungen von Menschen im Wartebereich zu unterbinden“, so Keck. Dennoch seien in diesem Zeitraum 2727 Termine wahrgenommen worden. Insgesamt konnten in Waiblingen am ersten Öffnungstag, dem vergangenen Montag, rund 400 Bürger bedient werden. In Backnang waren es über 100 und in Schorndorf rund 90 Bürger.

Insgesamt hat sich der Großteil der wartenden Kunden sehr verständnisvoll und positiv geäußert, teilt das Landratsamt mit. Auch die Aufmerksamkeiten – Bonbons mit einer kleinen Dankesbotschaft und Aufkleber, die unter dem Motto „Mach mit“ für das Tragen der Behelfsmasken werben – wurden sehr positiv aufgenommen.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mit großem Engagement ein Konzept entwickelt, das die Balance zwischen Service und Sicherheit hält. Auf diese Weise haben wir als erste Zulassungsbehörde im Großraum Stuttgart wieder den Betrieb ohne Terminvergabe für die Kundinnen und Kunden aufgenommen“, betont Landrat Richard Sigel. „Wir bedanken uns bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Geduld und für ihr Verständnis. Schließlich ist es in unser aller Interesse, wenn wir gemeinsam erste Schritte in Richtung Normalität gehen. Dabei sollten wir vorsichtig sein, um das Erreichte nicht zu verspielen. Aber gleichzeitig dürfen wir uns vor lauter Vorsicht auch nicht selbst lahmlegen“, so der Landrat weiter.

Info

Im Jahr 2019 lag die durchschnittliche Wartezeit bei rund elf Minuten, in den ersten Monaten des Jahres 2020 – vor den Einschränkungen im Zuge der Coronakrise – waren es sogar nur rund fünf Minuten im Durchschnitt. Mit diesen Werten steht der Rems-Murr-Kreis in der Region Stuttgart gut da, so das Landratsamt.

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Erstellt:
6. Mai 2020, 06:00 Uhr

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