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2700 Euro Strafe für Hundebiss

Kampfhundehalter verurteilt.

Symbolfoto: Stock-Adobe/Lukas Gojda

© Lukas Gojda - stock.adobe.com

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BEILSTEIN/OBERSTENFELD (ole). Der Vorfall erregte bundesweit Aufsehen. Der dreijährige Yunus befand sich im Juli 2019 mit seiner Familie auf dem Heimweg vom Oberstenfelder Freibad. Ein Kampfhund biss zu und verletzte den Jungen schwer im Gesicht. Inzwischen hat sich die Justiz des Falles angenommen. Der Halter des Hundes erhielt eine Geldstrafe von 2700 Euro. Wie die Staatsanwaltschaft Heilbronn auf Anfrage mitteilte, sei das Strafverfahren rechtskräftig abgeschlossen. Der Tierhalter sei wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt worden. Das Amtsgericht war dem Antrag der Staatsanwaltschaft in vollem Umfang gefolgt und verurteilte den Halter des Hundes zu 90 Tagessätzen zu je 30 Euro, was im Endeffekt die Geldstrafe von 2700 Euro ergab. Eine Hauptverhandlung habe nicht stattgefunden, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. Dies sei in einem solchen Strafbefehlsverfahren nur dann nötig, wenn Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt würde. Dies sei aber nicht der Fall gewesen. Nicht der Hundehalter, sondern sein damals 25-jähriger Bruder führte den Hund an dem Juliabend mit sich. Weil er auf dem Fahrrad saß, hatte er offenbar nicht die erforderliche Kontrolle über die 14 Monate alte Mischlingshündin. Sie riss den 25-Jährigen vom Rad und biss Yunus unmittelbar ins Gesicht. Dem Jungen aus Oberstenfeld fehlte ein Stück der Lippe und er musste mehrmals operiert werden. Noch heute hat er damit zu tun. Die Hündin befindet sich immer noch im Gewahrsam des Heilbronner Tierheims.

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Erstellt:
10. Juni 2020, 06:00 Uhr

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