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Coronavirus: Regierung will schnelle Ausbreitung verhindern

dpa/lsw Stuttgart. Die Zahl der Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus im Südwesten steigt. Die Landesregierung bereitet sich auf weitere Fälle vor. Sie hofft aber, dass das Virus sich nur langsam ausbreitet.

Ein Apotheker hält in einer Apotheke eine FFP2 Atemschutzmaske. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Ein Apotheker hält in einer Apotheke eine FFP2 Atemschutzmaske. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Nach der Infektion von 28 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus will Baden-Württemberg alles tun, um eine schnelle Ausbreitung zu verhindern. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte am Dienstag in Stuttgart: „Je langsamer es sich verbreitet, desto besser können wir damit umgehen.“ Nach den Worten von Sozialminister Manne Lucha (Grüne) werden landesweit rund 84 Notfallpraxen für den Umgang mit dem Coronavirus ausgerüstet, um rund um die Uhr als Anlaufstelle für erkrankte Menschen oder Verdachtsfälle dienen zu können. Um die medizinische Betreuung zu gewährleisten, werden laut Lucha auch pensionierte Ärzte reaktiviert.

Bei den 28 Menschen in Baden-Württemberg, die mit dem Virus infiziert sind, zeigen sich nach Luchas Angaben bislang milde Krankheitsverläufe. Es sei in fast allen Fällen gelungen, die Infektionsketten nachzuverfolgen. Nach dem bisherigen Kenntnisstand gelte, dass für ältere Menschen und für Menschen mit Vorerkrankungen eine stärkere Gefahr bestehe, schwerer zu erkranken. Kretschmann äußerte Verständnis für die Sorgen der Menschen „Wir gehen entschlossen, aber auch besonnen an die Aufgabe heran.“ Minister Lucha sagte, ein Anstieg der Fallzahlen sei „denkbar und erwartbar“.

Am Dienstagmorgen war die Zahl der mit dem Virus infizierten Menschen im Südwesten um zwei auf 28 gestiegen. Nach Angaben des Sozialministeriums handelt es sich um einen 61 Jahre alten Mann aus dem Zollernalbkreis, der mit einer Reisegruppe zum Skifahren in Südtirol war. Er habe am Montag Symptome gezeigt und befinde sich in häuslicher Isolation. Bei dem anderen Fall geht es um eine 45 Jahre alte Frau aus dem Stadtkreis Ulm, die ebenfalls zum Skiurlaub in Südtirol war. Sie wird in der Uni-Klinik Ulm isoliert versorgt.

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Erstellt:
3. März 2020, 10:28 Uhr

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