33 Corona-Fälle in Arbeiterunterkunft von Stuttgart 21

dpa/lsw Stuttgart. In einer Arbeiterunterkunft des Bahnprojekts Stuttgart 21 haben sich 33 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Infizierten sowie enge Kontaktpersonen sind nun in Quarantäne, wie ein Stadtsprecher am Montag sagte. Die Betroffenen seien in zwei städtische Schutzeinrichtungen gebracht worden. Dort werden sie vom Gesundheitsamt und dem Deutschen Roten Kreuz betreut. Den Angaben nach wurden bislang 66 Menschen getestet. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

Die Baustelle des zukünftigen Tiefbahnhofs des Bahnprojektes Stuttgart 21. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Die Baustelle des zukünftigen Tiefbahnhofs des Bahnprojektes Stuttgart 21. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Bereits im April waren auf den Baustellen des Bahnprojekts sechs Arbeiter an Covid-19 erkrankt. Mehr als 90 Kontaktpersonen kamen damals in Quarantäne. In Stuttgart haben sich nach Angaben der Stadt bislang 2576 Menschen infiziert. 67 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

An dem unterirdischen Durchgangsbahnhof in Stuttgart wird seit Jahren gebaut. Das Projekt umfasst neben „Stuttgart 21“ auch die Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm. Nach letzten Schätzungen soll es 8,2 Milliarden Euro kosten. Im Finanzierungsvertrag waren im Jahr 2009 noch 4,5 Milliarden Euro festgelegt worden. Auf den Baustellen arbeiten laut Bahn insgesamt rund 6000 Menschen.

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Erstellt:
21. September 2020, 15:59 Uhr

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