Nach Angriffen in Mehrfamilienhaus Motiv weiter unklar

dpa/lsw Stuttgart. Nach den Angriffen eines 33-Jährigen auf fünf Menschen in einem Stuttgarter Mehrfamilienhaus sind die Hintergründe der Tat weiter unklar. Der Mann soll nach den Übergriffen am Samstagabend vom Dach des Hauses gesprungen sein und liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Dort solle er am Montag vernommen werden, sagte eine Sprecherin der Polizei. Dies sei aufgrund seiner Verletzungen bisher nicht möglich gewesen.

Ein Polizeifahrzeug steht mit Blaulicht auf der Straße. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

Ein Polizeifahrzeug steht mit Blaulicht auf der Straße. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

Der Mann, der bereits zuvor bei der Polizei aufgefallen war, soll zunächst eine 29 Jahre alte Frau und ihre beiden Kinder im Treppenhaus bedroht und dann unvermittelt auf die Frau eingeschlagen haben. Dabei war er den Angaben zufolge mit einem Messer bewaffnet. Die Polizei geht nach bisherigem Ermittlungsstand davon aus, dass es sich bei der Frau um ein zufälliges Opfer handelte, da sich die Beiden nicht kannten. Auch einen der Frau zu Hilfe kommenden 49 Jahre alten Mann soll der 33-Jährige angegriffen haben. Die Opfer flohen daraufhin in Wohnungen und verständigten die Polizei.

Von seiner Wohnung aus bedrohte der mutmaßliche Täter die eintreffenden Beamten mit einem Messer. Die Einsatzkräfte gaben daraufhin einen Schuss ab und brachen die Wohnungstür auf. Der Mann war in der Zwischenzeit auf das Dach des Hauses geflüchtet. Von dort stürzte er aus zehn Metern Höhe auf eine Rasenfläche.

Die Frau, der Nachbar und drei Beamte erlitten leichte Verletzungen. Die zwei Kinder blieben unverletzt.

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Erstellt:
22. November 2020, 08:41 Uhr

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