40-Jährige von Romantik-Betrüger getäuscht: Polizei warnt

dpa/lsw Mannheim. Erst regnet es Komplimente, dann soll bitte Geld überwiesen werden: Die Mannheimer Polizei warnt vor Online-Betrügern, die mit vorgegaukelten Gefühlen große Summen ergaunern wollen. In der vergangenen Woche sei eine Frau aus Mannheim Opfer des sogenannten Romance-Scamming geworden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Die 40-Jährige überwies dem Betrüger demnach 15 000 Euro - in dem Glauben, der angebliche Krankenhausausstatter sei in Kambodscha in finanzielle Nöte geraten.

Eine Rose liegt auf einer Computertastatur. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild

Eine Rose liegt auf einer Computertastatur. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild

Die Masche funktioniere stets ähnlich, hieß es: Die Betrüger nehmen über Dating-Portale oder soziale Medien Kontakt zu ihren späteren Opfern auf und überhäufen sie mit Aufmerksamkeit. Zunächst geht es in den Chats und Telefonaten laut Polizei nicht um Geld, sondern vielmehr um die beeindruckende - aber fingierte - Lebensgeschichte des Betrügers oder der Betrügerin. Ohne ein einziges Treffen machten sich die oft sehr überzeugenden Täter unverzichtbar im Leben ihrer Opfer. Irgendwann komme dann die Geldforderung, etwa für eine wichtige Operation von Angehörigen, gestohlene Koffer oder Pässe.

Wer den Verdacht habe, es mit einem Romance-Scammer zu tun zu haben, soll laut Polizei alle Mails und Chats als Beweise sichern, Anzeige erstatten und den Kontakt abbrechen.

© dpa-infocom, dpa:210420-99-272877/2

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Erstellt:
20. April 2021, 08:35 Uhr

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