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45000 Artikel auf 5300 Quadratmetern

Backnanger Kaufland-Filiale in der Sulzbacher Straße öffnet am Donnerstag wieder – Alles auf besseren Überblick zugeschnitten

Der Countdown läuft: Übermorgen wird das Kaufland in der Sulzbacher Straße wiedereröffnet. Vor mehr als einem Jahr wurde die Filiale geschlossen und an selber Stelle neu gebaut. Heller, offener und auf einer Ebene ist der Markt nun. Doch das sind nicht die einzigen Veränderungen. Wir haben uns schon vor der Eröffnung dort umgesehen.

Robert Pfizenmayer (links) und Pierre Jacobs freuen sich: Zeitlich haben sie alles im Griff, das Kaufland wird pünktlich fertig. Fotos: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Robert Pfizenmayer (links) und Pierre Jacobs freuen sich: Zeitlich haben sie alles im Griff, das Kaufland wird pünktlich fertig. Fotos: A. Becher

Von Silke Latzel

BACKNANG. Knapp eine Woche vor der Eröffnung hat die heiße Phase begonnen: Die letzten Regale müssen bestückt, die letzten Schrauben festgedreht und die letzten Schilder aufgehängt werden. „Das meiste ist bereits fertig, nur manche Ecken sehen noch aus wie eine Baustelle“, sagt Pierre Jacobs, Kaufland-Vertriebsleiter, lachend. „Aber wir sind zeitlich wirklich gut dabei. Da hatten wir schon andere Baustellen, bei denen es am Ende wesentlich knapper war.“

Vor rund fünf Wochen wurde bereits festgelegt, welche Ware überhaupt im Markt angeboten und einkauft sowie wo welche Produkte platziert werden sollen – ein nicht zu unterschätzender logistischer Aufwand. Etwa drei Wochen vor der Eröffnung wurde mit der Warenanlieferung begonnen. Und damit diese überhaupt eingeräumt werden können, mussten die Regale aufgebaut werden. „Das hat knapp zwei Wochen gedauert“, so Jacobs. 45000 verschiedene Artikel werden ab Donnerstag im Kaufland erhältlich sein. Diese wurden quasi in Tag- und Nachtarbeit eingeräumt, zeitlich waren zwischen 8 und 18 Kauflandmitarbeiter damit beschäftigt – sowie etwa 15 Externe, die sich um die Platzierung ihrer eigenen Waren gekümmert haben. Frische Ware wie etwa Fisch wird erst am Morgen der Eröffnung angeliefert. Alles andere sollte vorher schon im Regal zu finden sein.

Abteilungen durch verschiedene Farben gekennzeichnet

Gut eine Woche vor der Eröffnung ist die komplette Belegschaft der Filiale vor Ort, sie werden eingearbeitet und in den Aufbau eingebunden, damit sie sich vorab schon orientieren und so den Kunden direkt am ersten Tag helfend zur Seite stehen können. „Es soll ja alles schon direkt laufen, und etwa an unseren Bedientheken ist es wichtig zu wissen, welche Handgriffe zu machen sind und wo alles ist“, erklärt Robert Pfizenmayer, Kaufland-Immobilienentwickler Süd-West. Ein Probelauf war bereits erfolgreich, berichtet er. „Wir haben gerade alles, nur keine Zeit. Es passieren ständig Dinge, die man in der Theorie nicht auf dem Zettel hat und auf die man pragmatisch und flexibel reagieren muss“, so Pfizenmayer. „Vom Aufwand nicht zu unterschätzen ist beispielsweise die Plakatierung oder die ganzen Etiketten im Allgemeinen.“ Auch die Sicherheit ist in der heißen Phase vor Beginn der Eröffnung besonders erhöht: „Wir haben hier immerhin schon alles voller Waren und Möbel. Deshalb gibt es einen 24-Stunden-Wachdienst.“

Wie auch in der alten Kaufland-Filiale betritt der Kunde im Neubau zuerst einmal die Obst- und Gemüseabteilung. Diese soll durch eine besser Optik, unter anderem durch Holzelemente, hochwertiger wirken. Außerdem sind die Auslagen so aufgebaut, dass man die Waren besser erreichen kann. Im Vergleich zu älteren Filialen ist die Beleuchtung im neuen Kaufland individuell an die Abteilungen angepasst: Warmes Licht bei Obst und Gemüse, weißes und helleres Licht bei den Drogerieartikel – und Licht, das „eine gemütliche Atmosphäre schafft, wie etwa bei einem Kaminfeuer bei den Weinen“, so Jacobs.

Die Obst- und Gemüseabteilung soll durch Holzregale wertiger wirken.

© Pressefotografie Alexander Beche

Die Obst- und Gemüseabteilung soll durch Holzregale wertiger wirken.

Die verschiedenen Abteilungen sind durch Farben an den Wänden und auf den Schildern farblich voneinander abgehoben. Neben großen Schildern mit Beschriftung gibt es auch verschiedene Icons, die, ebenso wie die Farbgestaltung, auch in den neuen Kaufland-Prospekten wiederzufinden sind und dem Kunden so den Überblick erleichtern sollen. Apropos Überblick: Die Regale sind statt 2 Metern „nur“ noch 1,80 Meter hoch. „Es passt trotzdem noch genug rein“, sagt Pfizenmayer lachend. Was direkt auffällt: der breite Hauptgang. 4,20 Meter misst er. Und es gibt viele sogenannte Shortcuts, also Abkürzungen zwischen den Gängen, für diejenigen, die nicht viel einkaufen, sondern nur „schnell reinhuschen“ und den Markt sofort wieder verlassen wollen. „Man kann zum Beispiel direkt vom Obst-und-Gemüse-Bereich zur Kasse“, erklärt Jacobs.

Vom Eingangsbereich läuft man in Zukunft direkt auf die Frischetheke zu, direkt davor ist der Tiefkühlbereich. „Das war früher auf zwei Ebenen, jetzt haben wir das Ganze gebündelt“, so Pfizenmayer und ergänzt: „Ein Fischtheke, wie es sie jetzt hier gibt, haben wir nur in unseren Topmärkten.“ Nach den Tiefkühlschränken und vor der Frischetheke gibt es außerdem noch flachere Tiefkühltruhen. Auch hier steht die bessere Übersicht für die Kunden im Vordergrund. Ein Selbstbedienungsbereich für Wurst und Käse ist in der direkten Umgebung. Neu hier: Auch diese abgepackten Waren sind hinter Türen und liegen nicht mehr offen aus. „Das ist einfach energieeffizienter. Mit einem offenen Kühlbereich kühlt man ja die ganze Umgebung mit“, erklärt der Immobilienentwickler.

Großer Wert wird außerdem auf Regionalität bei den Produkten gelegt. „Wir legen den Fokus immer mehr auf regionale Lieferanten, von denen wir manchmal auch nur geringe Mengen abnehmen. Das macht die Zusammenarbeit einfacher“, so Pfizenmayer. Die Lieferanten sollen – zusammen mit ihren Produkten – auf einer Fotowand präsentiert werden.

Bewusst auf die Wünsche der Kunden zugeschnitten sind übrigens auch die Toiletten: Gut ausgeschildert, so wenig Türen wie möglich, dafür mit Tageslicht und hochwertigen Oberflächen. Auch einen Unisex-Wickelbereich mit Waschbecken direkt zwischen der Damen-, der Herren- und der Behindertentoilette gibt es. „Das war uns schon wichtig, da muss man einfach mit der Zeit gehen“, sagt Pfizenmayer. „Es sind solche ,Nebensächlichkeiten‘, die am Ende ein Einkaufserlebnis positiv machen.“

Info
Zahlen, Daten, Fakten

Das neue Kaufland in der Sulzbacher Straße hat eine Verkaufsfläche von 5300 Quadratmetern und eine Nebenfläche für Büros und Lager von 2500 Quadratmetern.

Es gibt 430 Parkplätze für Autos, 300 unter dem Gebäude und somit überdacht. Außerdem zwei Ladestationen für E-Autos und Fahrradstellplätze.

Zwischen 130 und 140 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, manche wurden neu eingestellt, andere haben bereits Erfahrung.

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Erstellt:
22. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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