Stiftung Warentest

5 Kinderfahrräder fallen wegen Sicherheitsmängeln durch

Nur ein einziges Modell konnte im aktuellen Test der Stiftung Warentest rundum überzeugen: Elf 14-Zoll-Kinderfahrräder für Drei- bis Fünfjährige standen auf dem Prüfstand – mit teils alarmierenden Ergebnissen.

Die Stiftung Warentest hat Kinderfahrräder unter die Lupe genommen. (Symbolbild)

© Volodymyr TVERDOKHLIB/ Shutterstock

Die Stiftung Warentest hat Kinderfahrräder unter die Lupe genommen. (Symbolbild)

Von Katrin Jokic

Getestet wurden unter anderem bekannte Marken wie Puky, Cube und Bulls sowie Modelle von Decathlon, Woom und weiteren Herstellern. Die Preise lagen zwischen 120 und 449 Euro. Bewertet wurden Fahreigenschaften, Sicherheit und Haltbarkeit.

Welches Modell im Test überzeugen konnte und wie die betroffenen Anbieter auf die Kritik reagierten, ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Stiftung Warentest“ sowie online abrufbar.

Gefährlich starke Vorderbremsen

Besonders kritisch: Vier Fahrräder fielen durch deutlich zu starke Vorderbremsen auf. Ziehen Kinder diese zu kräftig an, kann das Rad abrupt stoppen – mit der Folge, dass sie über den Lenker stürzen.

„Im Praxistest segelten einige Kinder beim Bremsen über den Lenker. Zum Glück hat sich niemand verletzt“, erklärte Nico Langenbeck, Experte für Sport- und Freizeitprodukte bei der Stiftung Warentest. Im Labor habe sich gezeigt, dass die Vorderbremsen mehrerer Modelle die Normvorgaben für Kinderfahrräder teils deutlich überschreiten.

Bei einem weiteren Rad war die Problematik umgekehrt: Die Hinterbremse erwies sich als zu schwach. Zudem brach im Belastungstest die Gabel – ein gravierender Mangel.

Die Reaktionen der Anbieter fielen laut Stiftung Warentest unterschiedlich aus. Während einige Hersteller kundenfreundliche Lösungen anboten, verweigerten andere Maßnahmen.

Gewicht und Sattelhöhe entscheidend

Neben der Sicherheit spielte auch die Alltagstauglichkeit eine Rolle. Eltern sollten beim Kauf vor allem auf die passende Sattelhöhe achten. Sie muss zur Beinlänge des Kindes passen und ausreichend Verstellmöglichkeiten bieten, damit das Fahrrad nicht nach kurzer Zeit zu klein wird.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Gewicht. Leichtere Räder erleichtern das Anfahren, Lenken und Bremsen – besonders für junge Kinder mit noch wenig Kraft.

Von Stützrädern rät die Stiftung Warentest ab. Sie erschwerten eher das Erlernen des Gleichgewichts und damit das sichere Radfahren.

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Erstellt:
26. Februar 2026, 14:34 Uhr

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