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500. Montagsdemo gegen Bau-Projekt Stuttgart 21

dpa Stuttgart. Zehn Jahre nach der ersten sogenannten Montagsdemonstration gegen Stuttgart 21 haben die Gegner des Bahn-Bauprojekts zum 500. Mal zum Protest gegen den Tiefbahnhof aufgerufen. Beim „runden Protest“ am Montag versammelten sich mehrere Hundert Demonstranten vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Die Reihe der Montagsdemos gehört zu den am längsten andauernden Bürgerprotesten wesentlichen Umfangs in Deutschland.

Teilnehmer der 499. Montagsdemonstration gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 stehen während einer Kundgebung auf dem Schlossplatz. Foto: Tom Weller/dpa

Teilnehmer der 499. Montagsdemonstration gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 stehen während einer Kundgebung auf dem Schlossplatz. Foto: Tom Weller/dpa

„Soviel Durchhaltevermögen! Respekt!“, kommentierte Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) im Vorfeld der Jubiläumsdemo die lange Proteststaffel. Allerdings könnte er die Motivation angesichts des fortgeschrittenen Baus auch „nur begrenzt“ nachvollziehen.

Am 26. Oktober 2009 hatte sich erstmals ein Grüppchen versammelt, um ihren Unmut über das Bahnprojekt Nachdruck zu verleihen. Schon im Sommer 2010 gingen Zehntausende Gegner der unterirdischen Station mit Anbindung an die Neubaustrecke nach Ulm auf die Straße. Trauriger Höhepunkt war der „schwarze Donnerstag“, an dem bei Protesten laut Innenministerium mehr als 160 Menschen verletzt wurden. In den vergangenen Jahren sind die Teilnehmerzahlen bei der Demo deutlich geringer geworden.

Nur einen Tag vor der 500. Montagsdemo hatte auch der erklärte Gegner der Demonstranten, die Bahn, einen runden Jahrestag gefeiert: Vor zehn Jahren rollten die ersten Bagger an, es war der Baustart des Projekts.

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Erstellt:
3. Februar 2020, 19:28 Uhr

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