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Achleitner Spitzenverdiener unter Dax-Aufsichtsratschefs

dpa Frankfurt/Main. Die Aufsichtsratsvorsitzenden der deutschen Börsenschwergewichte verdienen im Schnitt Hunderttausende Euro im Jahr. Manche Chefkontrolleure sind zudem besonders einflussreich.

Paul Achleitner, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank, spricht während der Hauptversammlung des Finanzkonzerns in Frankfurt. Foto: Arne Dedert/dpa

Paul Achleitner, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank, spricht während der Hauptversammlung des Finanzkonzerns in Frankfurt. Foto: Arne Dedert/dpa

Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner ist einer Studie zufolge weiterhin Spitzenverdiener unter den Chefkontrolleuren der Dax-Konzerne.

Seine Vergütung stieg 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Prozent auf fast 860.000 Euro, wie aus am Dienstag veröffentlichten Berechnungen der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hervorgeht. Die Deutsche Bank hatte im vergangenen Jahr erstmals seit 2014 wieder Geld verdient. Allerdings blieb der Gewinn mit 341 Millionen Euro weit hinter dem der meisten Konkurrenten zurück.

Auf Platz zwei kam demnach mit 640.000 Euro BMW-Aufsichtsratschef Norbert Reithofer. Fresenius-Chefkontrolleur Gerd Krick erhielt 620.000 Euro. Im Schnitt stieg die Vergütung der Aufsichtsratschefs der Börsenschwergewichte im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent auf rund 378.000 Euro. Zum Vergleich: Nach einer im Juni veröffentlichten DSW-Studie kassierten die Vorstandschefs 2018 im Schnitt gut 5,4 Millionen Euro. Analysiert wurden in beiden Fällen 29 der 30 Dax-Unternehmen.

Seit 1. Juli 2018 setzen der DSW zufolge nur noch BMW, Continental, Deutsche Bank sowie Fresenius und die Tochter Fresenius Medical Care auf langfristig variable Vergütungsbestandteile. Diese werden mit Verzögerung ausgezahlt und sind zum Beispiel an den Unternehmenserfolg gekoppelt. Die Aktionärsvertreter halten eine reine Festvergütung für den Aufsichtsrat jedoch für sinnvoller. „Diese darf allerdings nicht zu einer unangemessenen Erhöhung genutzt werden“, mahnte die DSW.

Gemessen an der Zahl der Mandate und der Mitgliedschaft in wichtigen Aufsichtsratsausschüssen ist der ehemalige Merck-Chef Karl-Ludwig Kley nach dem DSW-Ranking Deutschlands mächtigster Chefkontrolleur. Kley sitzt den Kontrollgremien von Lufthansa und Eon vor. Deutsche Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner kommt auf Platz zwei. Nikolaus von Bomhard, Chefkontrolleur von Deutscher Post und Munich Re rangiert auf dem dritten Rang. Insgesamt sitzen die Top-Drei in den Kontrollgremien von acht Dax-Konzernen. In fünf stellten die Manager den Vorsitz.

Zugleich ist die Arbeitsbelastung vieler Aufsichtsräte in den vergangenen Jahren gestiegen. So war Achleitner 2018 bei 76 Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen präsent. Den Vorsitz führte er dabei 29 Mal.

Zu den Aufsichtsratsvergütungen gibt es verschiedene Studien mit unterschiedlichen Berechnungsmethoden. Die Ergebnisse weichen daher teilweise voneinander ab. Aber auch bei anderen Auswertungen waren Achleitner, Reithofer und Krick die Top-Verdiener.

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Erstellt:
8. Oktober 2019, 17:23 Uhr

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