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Ärzte-Gewerkschaft warnt: Krankenhaus-Mediziner am Limit

dpa/lsw Stuttgart. Lange Schichten, müde Ärzte, viele Kranke - der Alltag in Krankenhäusern wird immer härter, klagt der Marburger Bund. Nun hat er es von seinen Medizinern nach einer bundesweiten Umfrage auch schriftlich.

Ein Arzt misst den Blutdruck einer Patientin. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Ein Arzt misst den Blutdruck einer Patientin. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Ärzte in baden-württembergischen Krankenhäusern sehen sich laut einer Umfrage immer stärker dazu gezwungen, regelmäßig gegen das Arbeitszeitgesetz zu verstoßen. Gründe seien hoher Zeitdruck und permanente Arbeitsüberlastung, teilte der Marburger Bund mit, der knapp 1000 Mediziner befragt hat. „Die Befragungsergebnisse liefern ein belastbares Abbild der beruflichen Situation der Krankenhausärzteschaft in Baden-Württemberg“, teilte die Ärzte-Gewerkschaft mit. Einzelheiten will sie heute in Stuttgart veröffentlichen.

Der Marburger Bund hatte bereits im vergangenen Sommer kritisiert, die Arbeitsbedingungen seien in den Kliniken massiv schlechter geworden. Gründe seien der ökonomische Druck, die Verdopplung der Patientenzahlen im stationären Bereich und überlaufende Notaufnahmen. Es sei nachvollziehbar, dass nach einer 24-Stunden-Schicht Fehler und Unfälle passierten, hatte der Marburger Bund gewarnt. Arbeitszeitgesetz und Tarifverträge müssten eingehalten werden. Der Notfall dürfe nicht zur Regel werden.

Der Marburger Bund im Südwesten vertritt politisch und gewerkschaftlich die Interessen von Ärzten und gehört mit 16 000 organisierten Medizinern zu den mitgliederstärksten Landesverbänden.

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Erstellt:
23. Januar 2020, 01:41 Uhr

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