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Ärzteversorgung in Heidelberg und Freiburg am besten

dpa/lsw Heidelberg. Die Zahl der Praxisärzte in Deutschland ist weiter gestiegen - beim Angebot für die Patienten gibt es aber immer noch große Unterschiede je nach Region. Besonders gut wird man in zwei baden-württembergischen Städten versorgt, wie eine Statistik zeigt.

An einer Tür einer Hausarztpraxis ist der Schriftzug „Sprechzimmer 1“ zu lesen. Foto: Benjamin Ulmer/dpa/Archivbild

An einer Tür einer Hausarztpraxis ist der Schriftzug „Sprechzimmer 1“ zu lesen. Foto: Benjamin Ulmer/dpa/Archivbild

Die Städte Heidelberg und Freiburg sind bei Ärzten und Psychotherapeuten so beliebt wie keine anderen größeren deutschen Kommunen. In der Neckarstadt kommen 396,6 Ärzte auf 100 000 Einwohner, in Freiburg sind es 394,1 - damit führen sie die Top 10 der Städte mit der höchsten Ärztedichte mit weitem Abstand an. Das geht aus Daten des Bundesarztregisters mit Stand Ende vergangenen Jahres hervor, die die Deutsche Presse-Agentur ausgewertet hat.

Insgesamt belegt Baden-Württemberg beim Versorgungsangebot für die Patienten einen Platz im deutschen Mittelfeld. Auf 100 000 Menschen kamen im vergangenen Jahr im Durchschnitt 206,8 Ärzte, das sind 3 Ärzte mehr als im Jahr 2017.

Das Ärztenetz ist demnach in fast allen Bundesländern im Vergleich zu 2018 dichter geworden. Am meisten Ärzte und Psychotherapeuten pro 100 000 Einwohner haben weiterhin die Stadtstaaten Bremen (301,1) Hamburg (292,9) und Berlin (283,7). Am wenigsten niedergelassene Mediziner in diesem Verhältnis gibt es in Brandenburg (188,3), der Kassenärzte-Region Westfalen-Lippe in Nordrhein-Westfalen (194,0) und Rheinland-Pfalz (195,8).

Im Durchschnitt ist ein Arzt oder eine Ärztin in Baden-Württemberg 54,7 Jahre alt, allerdings hat der Anteil der älteren Männer und Frauen in Weiß zugenommen: Lag der Anteil der über 65-Jährigen vor drei Jahren noch bei 12,5 Prozent, so stieg er bis zum vergangenen Jahr auf 13,6 Prozent.

Bundesweit waren zum Stichtag 31. Dezember 2019 rund 149 700 Ärzte und 28 00 Psychotherapeuten mit einer Zulassung für die Versorgung gesetzlich versicherter Patienten tätig. Das war insgesamt ein Plus von 1,4 Prozent im Vergleich zu Ende 2018. Zur Gesundheitsversorgung in den jeweiligen Regionen tragen die Praxen der Kassenärzte aber nicht alleine bei - dazu kommen Ärzte in Krankenhäusern sowie etwa auch Physiotherapeuten, Logopäden und andere Heilberufler. Zudem nutzen Patienten aus eher dünn besiedelten Umlandregionen oft Praxen in angrenzenden Ballungsräumen.

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Erstellt:
28. April 2020, 05:26 Uhr

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