Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

AfD fehlen Kandidaten für die Kommunalwahl

Keine Listen in Ludwigsburg und Esslingen – AfD-Landesvize: Zu wenig Personal in der Breite

Kommunalwahl - Der AfD fehlt es selbst in großen Städten im Land an Kandidaten. Das gefährdet ihren Einzug in viele Gemeinderäte. Auch im Umkreis von Stuttgart tut sich die Partei schwer.

Stuttgart Die Alternative für Deutschland (AfD) wird bei der anstehenden Kommunalwahl in vielen Städten und Gemeinden nicht mit kompletten Listen und teil­weise sogar überhaupt nicht antreten.

Das zeigt ein Blick in die Städte mit mehr als 50 000 Einwohnern. Insgesamt gibt es 25 Kommunen, die im Land in diese Kategorie fallen. Wie eine Recherche unserer Zeitung ergab, reichte die Partei in sechs von ihnen überhaupt keine Wahlvorschläge ein, darunter Ludwigsburg, Esslingen und Schwäbisch Gmünd. In vielen weiteren Städten sind die AfD-Listen sehr kurz. Demgegenüber treten CDU, Grüne, SPD, Freie Wähler und FDP überall in Mannschaftsstärke an. Die Linke muss nur in Waiblingen, Villingen-Schwenningen und Offenburg passen.

„Alle Listen in Gänze zu füllen übersteigt unsere personellen Fähigkeiten. Das ist ein Faktum, mit dem wir auskommen müssen. Wir wollen unsere Mitglieder auch nicht mit Gewalt auf eine Liste zwingen“, sagte Thilo Rieger, stellvertretender Vorsitzender und Sprecher des AfD-Landesverbands, unserer Zeitung. In der Breite sei die Partei noch zu klein. Angesichts der steigenden Mitgliederzahlen gehe er aber davon aus, dass es bei der nächsten Kommunalwahl besser aussehe.

Komplette Listen sind wichtig, weil sie sicherstellen, dass keine Stimmen verloren gehen. Doch die AfD hat sie nur in Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg, Pforzheim und Baden-Baden zusammenbekommen. In Freiburg kandidiert sie lediglich mit 24 Vertretern. Gibt ein Wähler dort die AfD-Liste unverändert ab, verfällt die Hälfte seiner 48 Stimmen.

Wer dies vermeiden will, muss panaschieren – also auch Kandidaten anderer Parteien wählen – oder kumulieren. Dabei können einem einzelnen Bewerber bis zu drei Stimmen gegeben werden.

Zum Artikel

Erstellt:
7. Mai 2019, 02:04 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!