AfD-Vize: „Verengte Sichtweise“ auf Geschichte überwinden

dpa Berlin. Der stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Marc Jongen will eine aus seiner Sicht „verengte Sichtweise“ auf die deutsche Geschichte überwinden. Man müsse „weg von der Fixierung auf negative Aspekte“, sagte der Bundestagsabgeordnete am Dienstag in Berlin. Dass man sich in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt habe, sei damals „verständlich“ gewesen, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Bernd Baumann. Heutzutage sei es aber wichtig, auch auf deutsche Leistungen hinzuweisen.

Marc Jongen (AfD) spricht im Bundestag. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Marc Jongen (AfD) spricht im Bundestag. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Jongen sprach sich zudem für die Gründung einer Akademie für deutsche Sprache zur Stärkung der „kulturellen Identität“ aus. Er knüpfte damit an eine Rede von Partei-Rechtsaußen Björn Höcke auf dem AfD-Bundesparteitag in Dresden am vorvergangenen Wochenende an. Der Thüringer Landes- und Fraktionschef hatte vor einer „kulturellen Kernschmelze“ gewarnt und in diesem Zusammenhang eine restriktive Einwanderungspolitik wie in Japan gefordert. Über den AfD-Antrag zur Gründung einer Sprach-Akademie wird der Bundestag voraussichtlich am Donnerstag beraten.

© dpa-infocom, dpa:210420-99-279146/2

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Erstellt:
20. April 2021, 15:20 Uhr

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