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Aktivisten besetzen leerstehende Fabrik in Stuttgart

dpa/lsw Stuttgart. Mehrere Aktivisten haben am Montagvormittag das Gebäude der ehemaligen Bettfedernfabrik im Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt besetzt. Sie forderten, in dem seit Jahren leerstehenden und baufälligen Gebäude ein alternatives Kulturzentrum aufzubauen, wie sie auf Twitter schrieben. Gegen Mittag wurden sie von der Polizei abgeführt und ihre Personalien aufgenommen. „Alles verlief friedlich und ohne Aggression“, sagte ein Polizeisprecher. Der Eigentümer habe Strafantrag gestellt. Den Aktivisten droht nun eine Anzeige wegen Verdachts des Hausfriedensbruchs.

Hinter der Besetzung steht die „Initiative für ein Alternatives Kunst und Kultur Zentrum Stuttgart“. Nach einem auf Twitter veröffentlichten Schreiben, wollten die Besetzer auch auf Mietsteigerungen und Zwangsräumungen sowie den Mangel an sozialem Wohnungsbau aufmerksam machen.

Nach Angaben der Stadt Stuttgart gibt es bereits Pläne für das Fabrikgelände. Unter anderem sollen dort rund Hundert Wohnungen entstehen. Im Herbst will der Gemeinderat über den Verwaltungsentwurf entscheiden. Mit einer Bebauung könnte im Herbst 2021 begonnen werden.

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Erstellt:
6. Juli 2020, 13:09 Uhr

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