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Alba warnt vor frühem Meisterjubel

dpa München. Vorzeitige Meisterstimmung wollte bei Alba Berlin noch nicht aufkommen. Die Spieler klatschten sich in der Kabine nach der Basketball-Demonstration im ersten Playoff-Finale gegen die MHP Riesen Ludwigsburg ohne große Freudenschreie ab. Trainer Aito Garcia Reneses im Teamhotel und Geschäftsführer Marco Baldi auf der Tribüne schalteten trotz des überlegenen 88:65-Siegs und eines 23-Punkte-Vorsprungs in den Warnmodus.

Berlins Trainer Aito Garcia Reneses (l) und seine Spieler. Foto: Adam Pretty/Getty Images Europe/Pool/dpa/Archivbild

Berlins Trainer Aito Garcia Reneses (l) und seine Spieler. Foto: Adam Pretty/Getty Images Europe/Pool/dpa/Archivbild

„Es kann immer etwas schief gehen gegen Ludwigsburg“, sagte Alba-Macher Baldi am späten Freitagabend. „Gegen Göttingen und Oldenburg habe ich nicht gesagt: Oh, jetzt müssen wir aufpassen. Aber gegen Ludwigsburg. Sie kommen in die Köpfe rein, man kann sehr schnell die Kontrolle über das Spiel verlieren.“

Trotz dieser Beteuerungen ist dem Hauptstadtclub sein neunter deutscher Meistertitel vor dem zweiten Duell am Sonntag (15.00 Uhr/Magentasport und Sport1) kaum noch zu nehmen. Schon im Viertelfinale gegen die BG Göttingen (+25 Punkte) und im Halbfinale gegen die EWE Baskets Oldenburg (+29) waren die Duelle nach einem Spiel entschieden gewesen. „In der Halbzeit zu gewinnen, bedeutet nichts. Du musst am Ende gewinnen“, sagte allerdings Coach Aito, der nach dem Pokalsieg vor gut vier Monaten seinen zweiten Titel mit den Berlinern feiern will. Seit zwölf Jahren wartet Alba auf die Rückkehr des Meisterpokals in die Hauptstadt.

Dass Ludwigsburg bei seiner ersten Finalteilnahme weitgehend chancenlos blieb, lag auch am Ausfall von Leistungsträger Marcos Knight. Ob der US-Aufbauspieler, der durch die Halle humpelte, trotz seiner Fußverletzung im zweiten Endspiel dabei sein kann, ist offen. „Ich weiß es noch nicht. Er hat selbst gesagt, dass er zu viel Schmerzen hat. Ich kann es nicht forcieren“, sagte Riesen-Coach John Patrick. „Ich respektiere es auch. Er fightet immer, er hat die ganze Saison mit kleinen Verletzungen gespielt. Ich glaube ihm, wenn er sagt, dass es zu viel ist. Natürlich ist es ein harter Schlag, wenn er nicht spielen kann.“

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Erstellt:
27. Juni 2020, 08:21 Uhr

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