„Tatort“-Kritik aus Dresden

Alles ein bisschen viel ohne Karin

Eine blutverschmierte Frau und eine schlimme Ahnung halten die Kripo-Dresden auf Trab. Was taugte „Nachtschatten“ mit dem dezimierten Dresdner „Tatort“-Team Winkler und Schnabel?

Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) im Gespräch mit Peter Schnabel (Martin Brambach). Schnabel glaubt die Geschichte des Mädchens nicht.

© MDR/MadeFor/Steffen Junghans

Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) im Gespräch mit Peter Schnabel (Martin Brambach). Schnabel glaubt die Geschichte des Mädchens nicht.

Von Michael Setzer

Was taugt „Nachtschatten“? Der neue „Tatort“ aus Dresden im Schnellcheck.

Die Handlung in zwei Sätzen

Die Polizei greift eine blutverschmierte und sichtlich verwirrte Frau in der Dresdner Innenstadt auf. Ihre Geschichte klingt aufreibend, dennoch stellt sich die Frage: Ist sie Opfer oder Täterin?

Zahl der Leichen

1

Die Arbeitsbedingungen

Noch immer hat die Kripo in Dresden die freigewordene Stelle von Karin Gorniak nicht besetzen können. Leo Winkler fasst das wie folgt zusammen: „Privatleben? Was war das noch mal?“

Selbst ist die Frau

Alle tragenden Rollen werden von Frauen übernommen. Natürlich auch die der Täterin. Schön, wie Nina Kunzendorf hier ohne große Anstrengung die Abgründe freilegt.

Glückwunsch, Herr Brambach

Dass sich Peter Schnabel (Martin Brambach) in seinem 20. Auftritt als Kripo-Chef in Dresden auffällig im Hintergrund hält, liegt am (weiblichen) Plot, lässt sich aber auch als Geschenk an den Jubilar deuten.

Erkenntnisse aus dem Heim

Amanda sagt: „Hier ist nicht geschlossen, damit keiner reinkommt, sondern dass ich nicht rauskomme.“

Unser Fazit

Josef Frizl, Natscha Kampusch – man kennt die schrecklichen Geschichten leider zur Genüge. Immerhin: Diese hier spielt auf einer ungewohnten Ebene.

Spannung

Note 2

Logik

Note 2

Die verwirrte und verletzte Amanda (Emilie Neumeister) wird am Bahnhof von Passanten überwältigt. Sie führt ein mit Blut verschmiertes  ein Skalpell mit sich.

© MDR/MadeFor/Steffen Junghans

Die verwirrte und verletzte Amanda (Emilie Neumeister) wird am Bahnhof von Passanten überwältigt. Sie führt ein mit Blut verschmiertes ein Skalpell mit sich.

Amanda (Emilie Neumeister) sagt, ihr Vater verfolge sie. Sie sei in einem Keller gefangen aufgewachsen und ausgehungert worden, wenn sie nicht artig war. Ihr Schwester sei noch immer dort.

© MDR/MadeFor/Steffen Junghans

Amanda (Emilie Neumeister) sagt, ihr Vater verfolge sie. Sie sei in einem Keller gefangen aufgewachsen und ausgehungert worden, wenn sie nicht artig war. Ihr Schwester sei noch immer dort.

Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) glaubt Amanda (Emilie Neumeister), obwohl sie sich dabei auf ihr Bauchgefühl verlässt.

© MDR/MadeFor/Steffen Junghans

Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) glaubt Amanda (Emilie Neumeister), obwohl sie sich dabei auf ihr Bauchgefühl verlässt.

Peter Schnabel (Martin Brambach, re.) klingelt an der Haustür der Hausmeisterin (Nina Kunzendorf) – sie ist Amandas Mutter. Was weiß sie?

© MDR/MadeFor/Steffen Junghans

Peter Schnabel (Martin Brambach, re.) klingelt an der Haustür der Hausmeisterin (Nina Kunzendorf) – sie ist Amandas Mutter. Was weiß sie?

Peter Schnabel (Martin Brambach, li.) und Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) befragen die Verdächtige Mareike Klann (Mélanie Fouché).

© MDR/MadeFor/Steffen Junghans

Peter Schnabel (Martin Brambach, li.) und Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) befragen die Verdächtige Mareike Klann (Mélanie Fouché).

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Erstellt:
1. Januar 2026, 21:56 Uhr

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