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Amateurtheater stehen vor einer ungewissen Zukunft

dpa/lsw Stuttgart. Die Corona-Krise trifft die Amateurtheater besonders hart. Die gesamte Freilichtsaison fällt dieses Jahr aus. Einige Bühnen sind in ihrer Existenz bedroht.

Roter Vorhang auf der Bühne eines Theaters. Foto: Marcus Brandt/dpa/Symbolbild

Roter Vorhang auf der Bühne eines Theaters. Foto: Marcus Brandt/dpa/Symbolbild

Die baden-württembergischen Amateurtheater fordern von der Politik eine klare Aussage, wann sie den Proben- und Spielbetrieb wieder aufnehmen können. „Es wäre gut zu wissen, ab wann geht wieder etwas“, sagte Naemi Zoe Keuler, die Präsidentin des Landesverbands Amateurtheater, in Stuttgart. Bislang seien mehr als 1000 Vorstellungen mit einem Schaden von 3,3 Millionen Euro abgesagt worden. Die Freilichtsaison falle dieses Jahr völlig aus. Es herrsche eine große Unsicherheit. Da sei einerseits die Frage, ob das Publikum den Theatern die Treue halte. Andererseits bestehe die Befürchtung, dass die Darsteller die Motivation verlieren könnten, weiterhin mitzuspielen, sagte Keuler.

Im Landesverband sind rund 620 Bühnen mit 40 000 Aktiven organisiert. Rund ein Drittel der Bühnen sei von einer finanziellen Schieflage betroffen. Einige Theater hätten die Corona-Soforthilfe des Landes in Anspruch nehmen können, heißt es vom Verband. Kunststaatssekretärin Petra Olschowski (Grüne) sagte, neben einem enormen finanziellen Schaden sei die Corona-Pandemie zweifellos auch eine künstlerische und sozialgesellschaftliche Tragödie.

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Erstellt:
10. Mai 2020, 08:08 Uhr

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