Anlaufstelle bei Endometriose
Rems-Murr-Klinik Schorndorf ist zertifizierte Endometrioseklinik.
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An Endometriose erkrankte Frauen müssen oft Schmerzen ertragen. Symbolfoto: Adobe Stock/Tamline L, peopleimages.com
Schorndorf. Chronische Schmerzen, Erschöpfung oder ein unerfüllter Kinderwunsch – Endometriose beeinflusst das Leben von Millionen Frauen. Dennoch wird sie oft erst spät erkannt: Im Schnitt verstreichen bis zur Diagnose rund zehn Jahre. Der Bedarf an besseren Diagnose- und Therapiemöglichkeiten ist entsprechend hoch. Im Rems-Murr-Kreis finden Betroffene Hilfe bei Spezialisten der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Schorndorf, die nun von der Stiftung Endometrioseforschung (SEF) und der Europäischen Endometrioseliga (EEL) als Endometrioseklinik zertifiziert wurde. Das teilen die Rems-Murr-Kliniken mit.
Die Rems-Murr-Klinik Schorndorf ist seit nunmehr zehn Jahren auf Diagnostik und Therapie von Endometriose spezialisiert und verfügt über die notwendige Expertise, um Patientinnen bestmöglich zu behandeln. Das hat die Zertifizierungskommission durch die Auszeichnung offiziell bestätigt. „Die Diagnose und Behandlung von Endometriose bleibt leider in vielen Fällen kompliziert. Nicht umsonst hat Endometriose den Ruf als ‚Chamäleon der Gynäkologie‘“, sagt Aynur Cekici, Leiterin der zertifizierten Endometrioseklinik. „Die Zertifizierung ist für unsere Patientinnen in erster Linie ein verlässliches Gütesiegel unserer hohen Standards und unserer langjährigen Expertise, um das Leben mit Endometriose deutlich zu erleichtern“, so Cekici weiter.
Die Zertifizierung würdigt neben fachlicher Kompetenz auch die interdisziplinäre, fachübergreifende Zusammenarbeit im Haus: Die Endometrioseklinik verbindet Gynäkologie, Radiologie, Schmerzmedizin, Physiotherapie und operative Medizin, um individuelle Behandlungswege zu entwickeln. „Die Auszeichnung bestätigt auch unsere Prozesse“, ergänzt Zentrumskoordinator Jens Haßfeld, der die hohen Zertifizierungsanforderungen im klinischen Alltag umsetzt. „Wir arbeiten kontinuierlich daran, auch interdisziplinäre Abläufe zu optimieren, damit Patientinnen schnell und zuverlässig die Unterstützung bekommen, die sie benötigen.“ Dazu gehören moderne Diagnostik, nicht invasive Bildgebung, schonende operative Verfahren sowie Therapiepläne, die auf Bedürfnisse und Lebenslage jeder Patientin zugeschnitten sind.
Bei Endometriose handelt es sich um eine gutartige, oft chronische Erkrankung, bei der Gewebe der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter wächst und sich an anderen Stellen im Körper wie in den Eierstöcken oder am Bauchfell ansiedelt. Dort verursacht es mitunter starke Menstruationsbeschwerden oder Unfruchtbarkeit. Das Beschwerdebild variiert stark, was die Diagnose erschwert. In Deutschland sind etwa zwei Millionen Frauen betroffen. Noch ist Endometriose nicht heilbar.
Die Endometrioseklinik bietet nach Terminvereinbarung unter 07181/671392 eine Sprechstunde an. Für gesetzlich versicherte Patientinnen ist eine Überweisung durch den Facharzt erforderlich. pm
