Anteil erneuerbarer Energien an Stromerzeugung gestiegen

dpa/lsw Stuttgart. Der Anteil des Stroms, der in Baden-Württemberg aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, ist im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Das lag allerdings weniger am Ausbau von Solar-, Wasser- oder Windenergieanlagen als daran, dass insgesamt deutlich weniger Strom erzeugt wurde. Hauptgrund für den Rückgang ist die Stilllegung des Kernkraftwerks Philippsburg Ende 2019. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten ersten Übersicht des Umweltministeriums hervor.

Windenergieanlagen im Windpark „Odervorland“ im Landkreis Oder-Spree. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Windenergieanlagen im Windpark „Odervorland“ im Landkreis Oder-Spree. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Demnach wurden im vergangenen Jahr im Südwesten brutto 44,4 Terawattstunden Strom erzeugt - gut 22 Prozent weniger als 2019. Davon kamen 41,1 Prozent aus erneuerbaren Energien, 10 Prozentpunkte mehr als im Jahr davor. Die Bruttoerzeugung aus Erneuerbaren selbst nahm aber nur um 2,6 Prozent zu. Den deutlichsten Zuwachs gab es laut Statistik bei Photovoltaikanlagen.

Weil deutlich weniger Strom erzeugt wurde, nahm im Gegenzug der Import deutlich zu - um annähernd zwei Drittel auf rund 25 Terawattstunden. Wie groß dort der Anteil erneuerbarer Energien ist, ist nicht bekannt.

© dpa-infocom, dpa:210423-99-323902/2

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Erstellt:
23. April 2021, 13:00 Uhr

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