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Antifa stört AfD-Stand

Spontandemonstration auf der Bleichwiese – Laut Polizei eine Anzeige wegen Beleidigung

Von Silke Latzel BACKNANG. Während die Kundgebung vom „Bündnis Zusammen gegen Rechts Rems-Murr“, die am vergangenen Samstag in der Backnanger Markstraße stattfand, friedlich und ohne Probleme verlief, kam es im Vorfeld auf der Bleichwiese zu einer Auseinandersetzung. Dort nämlich hatte die Alternative für Deutschland einen Infostand aufgebaut, dessen Teilnehmer von Anhängern der Antifa gestört wurden, berichtete die Polizei am Montag auf Anfrage. „Die AfD hatte auf der Bleichwiese einen für Samstagvormittag genehmigten Stand, der schon lange angemeldet war, bevor das linke Spektrum die Kundgebung anmeldete“, so Rudolf Biehlmaier, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Aalen. „Insofern haben wir damit gerechnet, dass es im Vorfeld der Kundgebung gegen rechts zu Spannungen kommen könnte.“ Laut Biehlmaiers Aussage ging auch die AfD genau davon aus, weswegen sie ihren Stand um 10 Uhr wieder abbauen und somit einer Konfrontation mit den Teilnehmern der Kundgebung, die auf 11 Uhr terminiert war, aus dem Weg gehen wollte. Doch schon morgens zwischen 9 und 9.30 Uhr seien zwischen 25 und 30 Antifaschisten auf die Bleichwiese gekommen, hätten lautstark Parolen gerufen und Transparente präsentiert. „Somit konnten die Leute, die am AfD-Stand waren, keine Bürger mehr kontaktieren oder mit Menschen ins Gespräch kommen“, sagt Biehlmaier. AfD wird beim Abbau ihres Stands gehindert und gestört Damit die Partei ihren angemeldeten Infostand ohne Störungen weiterbetreiben konnte, wurde den Antifa-Anhängern links und rechts abseits des Stands zwei Plätze zugewiesen, um ihre „Spontandemonstration“ weiter abhalten zu können, ohne jedoch die AfD direkt zu stören. Aus diesem Grund wurde auch die Polizei eingesetzt, und diente dabei als eine Art „Puffer“ zwischen den beiden Gruppen. Vertreter der Stadt Backnang, die als Versammlungsbehörde vor Ort war, wurden von den Antifaschisten dann auch noch um Genehmigung gebeten, sich im hinteren Bereich der Bleichwiese, also Richtung Feuerwehrhaus aufzubauen. Dort seien dann aber nur wenige Demonstranten anzutreffen gewesen. Laut Auskunft von Rudolf Biehlmaier kam es gegen 10 Uhr zu einem Vorfall, den er wie folgt schildert: „Die AfD wollten ihren Stand abbauen, dabei wurden sie von den Antifaschisten gestört, teilweise auch geschubst. Flyer und Kugelschreiber der Partei fielen zu Boden und auch beim Aufräumen wurden die Mitglieder behindert.“ Zudem soll es zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen sein, bei der „eine Person am AfD-Stand bedrängt wurde“. Dieser Vorfall endete mit einer Strafanzeige. Nachdem die Partei ihren Stand komplett abgebaut hatte, zogen die Antifa-Anhänger „Parolen schreiend, mit Transparenten durch die Stadt“ in Richtung Marktstraße, um an der Kundgebung teilzunehmen. Auch haben sie, so Biehlmaier, ein sogenanntes Rauchfass gezündet. Auf der Kundgebung selbst kam es zu keinen weiteren Vorkommnissen oder Zusammenstößen zwischen links und rechts (wir berichteten), die überwiegende Zahl der Teilnehmer wurde von der Polizei der „bürgerlichen Mitte“ zugerechnet, unter anderem auch Familien mit Kindern und ältere Menschen.

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Erstellt:
30. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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