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Antisemitismusbeauftragter will nicht an Demo teilnehmen

dpa/lsw Stuttgart. Baden-Württembergs Antisemitismusbeauftragter Michael Blume hat eine Einladung zur nächsten Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Stuttgart auch mit Blick auf die Infektionsgefahr ausgeschlagen. Die große Mehrheit der Bürger im Land habe derzeit wenig Verständnis für Gesundheitsgefährdungen im öffentlichen Raum, schreibt Blume in einem Brief an den Initiator des Protests, Michael Ballweg. Der Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Darin kritisiert Blume NS-Vergleiche und schlichte Falschaussagen in Zusammenhang mit der Demonstration. Die Einladung von Ken Jebsen als Redner habe ihn befremdet. Jebsen vertrete antisemitische Mythen, sagte Blume. Mit der Einladung überschreite Ballweg eine Linie.

Michael Blume befindet sich in einem Gespräch. Foto: Bernd Weissbrod/dpa/Archivbild

Michael Blume befindet sich in einem Gespräch. Foto: Bernd Weissbrod/dpa/Archivbild

Mehrere Tausend Menschen hatten sich am Samstag in Stuttgart versammelt, um gegen Kontaktbeschränkungen zu demonstrieren. Ballweg hatte Blume per Twitter eingeladen zur nächsten Demo, um über Vorwürfe des Antisemitismus zu diskutieren. Blume antwortete nun in dem Brief, er verzichte derzeit bewusst auf öffentliche Veranstaltungen. Er bot Ballweg aber einen „respektvollen Videodialog“ an. Blume hatte zuletzt immer wieder vor zunehmendem Antisemitismus im Zusammenhang mit dem Coronavirus gewarnt.

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Erstellt:
12. Mai 2020, 18:18 Uhr

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