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Anwalt moniert: „Clubs viel zu sehr auf Kante finanziert“

dpa/lsw Ludwigsburg. Der Ludwigsburger Sportanwalt Christoph Schickhardt hat die finanzielle Situation bei einigen Vereinen aus der 1. und 2. Fußball-Bundesliga vor der Coronavirus-Pandemie kritisiert. Clubs seien „viel zu sehr auf Kante finanziert“, sagte der Jurist im „Sportclub“ des NDR. „Es kann nicht sein, dass jeder Euro, der reinkommt, sofort an Spieler und Spielerberater durchgereicht wird“, monierte Schickhardt.

Christoph Schickhardt, Anwalt. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild

Christoph Schickhardt, Anwalt. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild

In der Bundesliga gebe es zwar Vereine, die „solide“ wirtschaften und auch Rücklagen gebildet haben. „Auf Dauer kann es aber nicht sein, dass ein Verein mit einem Umsatz von über 100 Millionen Euro plus X nichts zurückgelegt hat. Das ist kein nachhaltiges Wirtschaften“, kritisierte Schickhardt.

Bis mindestens zum 30. April wird die Liga weiter pausieren, wann und wie es danach weitergeht, ist noch ungewiss. Fest steht aber nur: Wenn wieder gespielt wird, dann ohne Zuschauer. Geisterspiele sind auch nach Meinung des 64-Jährigen aus Ludwigsburg kein „Horror“ mehr, sondern sogar der „Best-Case“. „Wir wünschen uns Geisterspiele. So weit ist es schon gekommen“, sagte Schickhardt. Denn für die Vereine sind die Fernseh-Einnahmen „essenziell“ wichtig.

Für die kommenden Monate glaubt der Anwalt zudem, dass in den Vereinen mehr „die Finanzchefs und weniger die Sportchefs das Sagen“ haben werden. „Ich würde mich heute hüten, einen Millionenvertrag abzuschließen, von dem ich nicht weiß, ob ich diesen Betrag nächsten Sommer noch zahlen kann“, sagte Schickhardt.

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Erstellt:
13. April 2020, 13:30 Uhr

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