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App unterstützt Forscher des Babysprachlabors in Konstanz

dpa/lsw Konstanz. Mit einer App wollen Wissenschaftler der Universität Konstanz untersuchen, wie Säuglinge Sprachen lernen. Das digitale Programm sei entworfen worden, um die Studien des Babysprachlabors auch während der Corona-Pandemie fortsetzen zu können und vor allem eine größere Zielgruppe zu erreichen, sagte die Leiterin des Labors, Bettina Braun. Die Professorin für Phonetik und Allgemeine Sprachwissenschaft im Fachbereich Linguistik erforscht mit ihrem Team unter anderem, wie Kinder sprechen lernen und wie sich Sprachwahrnehmung und -produktion in den ersten Lebensjahren entwickeln.

Ein Tablet mit Baby-Sprach-Labor-App. Foto: Felix Kästle/dpa/Archivbild

Ein Tablet mit Baby-Sprach-Labor-App. Foto: Felix Kästle/dpa/Archivbild

Bei dem Experiment sehen die Babys unter anderem auf dem Bildschirm ein Schachbrett mit bunten Feldern und hören gleichzeitig eine Liste von Wörtern. Darunter seien deutsche Wörter wie Hase, Katze oder Blume - aber auch Fantasiewörter wie etwa „Gus“ oder „Guhm“, wie Brauns Kollegin und Postdoktorandin Katharina Zahner sagte. Die Forscher messen dann, wie lange das Kind zu dem Schachbrett schaut. Dem Experiment liege die Annahme zugrunde, dass man länger hinsieht, wenn man etwas spannend findet oder wiedererkennt.

Eigentlich kommen die Eltern mit ihren Babys an die Universität, um an den Studien teilzunehmen. Mit der App sei das nun auch von zu Hause aus möglich, sagte Braun. So entfalle die Anfahrt, die Eltern könnten den Termin zur Teilnahme selbst bestimmen. Außerdem erreichen die Forscher mit der App auch mehr Probanden, weil sie beispielsweise nicht mehr auf ein bestimmtes Einzugsgebiet beschränkt sind.

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Erstellt:
21. Juni 2020, 09:35 Uhr

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