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Arbeitslosenquote leicht erhöht

Arbeitsagentur spricht von vorübergehendem Phänomen – Neueinstellungen nach Sommerpause

Arbeitslosenquote leicht erhöht

WAIBLINGEN (pm). Im August hat die Zahl der Arbeitslosen im Rems-Murr-Kreis im Vergleich zum Vormonat um 566 Personen zugenommen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent. Viele Unternehmen stellen laut Arbeitsagentur erst nach der Sommerpause wieder Personal ein. Daher erhöht sich die Arbeitslosigkeit in den beiden Sommermonaten vorübergehend. Geschäftsführer Operativ der Waiblinger Arbeitsagentur, Frank Klingenberg, ergänzt dazu: Dieser nicht unübliche Anstieg liege daran, dass „einige Ausbildungen bereits im Juli endeten, andere jetzt erst im August. Deshalb melden sich in diesem Zeitraum zahlreiche junge Erwachsene kurzzeitig arbeitslos.“

Zahlen im Rems-Murr-Kreis sind im Vergleich mit denen in der Region Stuttgart keine Ausnahme

In den vergangenen vier Wochen meldeten sich kreisweit insgesamt 996 Männer und Frauen nach der Beendigung ihres Beschäftigungsverhältnisses arbeitslos. Im gleichen Zeitraum konnten 654 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung beenden, 408 weitere begannen eine Ausbildung oder Qualifizierungsmaßnahme. Insgesamt sind bei der Arbeitsagentur Waiblingen und dem Jobcenter Rems-Murr Ende August 7980 Personen arbeitslos gemeldet, 7,8 Prozent mehr als im August letzten Jahres.

Mit der Zunahme der Arbeitslosigkeit reiht sich der Rems-Murr-Kreis in die Entwicklung der gesamten Region Stuttgart ein: Auch die Agenturen Göppingen, Ludwigsburg und Stuttgart melden einen Anstieg der Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte. Landesweit nahm die Arbeitslosenquote ebenfalls um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent zu. Wie bereits im Vormonat waren verstärkt unter 25-Jährige nach Beendigung ihrer Ausbildung vom Eintritt einer Arbeitslosigkeit betroffen. Ihre Zahl stieg im Bezirk im Vergleich zum Juli um 242 auf 906 Personen. Die Arbeitslosenquote dieses Personenkreises erhöhte sich von 2,5 auf 3,4 Prozent. Laut Waiblinger Arbeitsagentur ist die Arbeitslosigkeit bei dieser Personengruppe jedoch in der Regel nur von kurzer Dauer. „Auch wenn diese jungen Erwachsenen vom Ausbildungsbetrieb nicht übernommen werden, dauert ihre Arbeitslosigkeit in den meisten Fällen nur wenige Wochen. Viele haben bereits einen Anschlussvertrag unterzeichnet oder beginnen im Herbst ein Studium oder eine Weiterbildung“, teilt Klingenberg mit.

Da nach dem Ende einer dualen Ausbildung wie nach der Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses im Regelfall Anspruch auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung besteht, nahm die Zahl der Arbeitslosen vor allem im Bereich der Arbeitsagentur zu (+413). Personen, die sich nach einer schulischen Ausbildung melden oder aufgrund nicht ausreichender Beschäftigungszeiten keinen Anspruch aus Arbeitslosengeld I erworben haben, sind gegebenenfalls auf den Bezug von Arbeitslosengeld II angewiesen. Aus diesem Grund erhöhte sich auch die Zahl derer, die Leistungen zur Grundsicherung vom Jobcenter erhalten (+153). Mit 938 neuen Stellenmeldungen wurden den Arbeitsvermittlern der Waiblinger Arbeitsagentur im August wieder mehr Stellen gemeldet als im Vormonat Juli (+150). Derzeit bieten Unternehmen und Verwaltungen auf der Jobbörse der Arbeitsagentur kreisweit 3163 zu besetzende Arbeitsstellen an.

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Erstellt:
30. August 2019, 06:00 Uhr

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