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Asylbewerberunterkunft nach Brand unbewohnbar

dpa/lsw Marbach. 75 Feuerwehrleute werden zu einem Feuer in einer Asylbewerberunterkunft in Marbach gerufen. Die Bewohner müssen die Container verlassen - nicht jeder schafft es unverletzt.

Feuerwehrleute vor der Container-Unterkunft für Asylbewerber, aus der dichter Rauch quillt. Foto: Karsten Schmalz

Feuerwehrleute vor der Container-Unterkunft für Asylbewerber, aus der dichter Rauch quillt. Foto: Karsten Schmalz

Bei einem Feuer in einer Asylbewerberunterkunft in Marbach (Kreis Ludwigsburg) sind drei Menschen verletzt worden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und hat einen 24-jährigen Bewohner vorläufig festgenommen. In seinem Zimmer war das Feuer am frühen Donnerstagmorgen mutmaßlich ausgebrochen, wie die Ermittler mitteilten. Die Polizei brachte ihn wegen seines Zustands in eine psychiatrische Einrichtung.

Ein Mann sei aus einem Fenster im Erdgeschoss gesprungen, um den Flammen zu entkommen, sagte ein Polizeisprecher. Er habe sich dabei leicht verletzt. Ebenfalls leicht verletzt wurden ein zweiter Bewohner und ein Feuerwehrmann.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte hatte einer der Wohncontainer schon in Flammen gestanden. Daraufhin wurde die gesamte Unterkunft geräumt. Die Feuerwehr war mit 75 Kräften und 14 Fahrzeugen im Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten etwa fünf Stunden.

Nach ersten Befragungen von Zeugen hatte sich der Verdacht auf den 24-Jährigen gerichtet, der nach Angaben der Polizei zusammen mit seinem gleichaltrigen Bruder ein Zimmer in der Unterkunft bewohnte. Er war nach dem Ausbruch des Feuers in Richtung des Marbacher Bahnhofs geflüchtet. Ob er fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hatte, will die Polizei nun ermitteln.

Die Bewohner können dem Sprecher zufolge bis auf weiteres nicht in ihre Unterkunft zurück. 90 Menschen sind in der Unterkunft gemeldet, zum Zeitpunkt des Feuers hielten sich 60 dort auf. Sie kamen vorübergehend in einer Ersatzunterkunft in Affalterbach unter.

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Erstellt:
29. August 2019, 19:08 Uhr

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