Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Auch die SG Sonnenhof bekommt Geld

Aspacher Gemeinderat beschließt Umformulierung der Förderrichtlinien.

Für die Pflege ihrer Sportanlagen erhält die SG Sonnenhof Großaspach Fördermittel der Gemeinde – obwohl nur knapp 30 Prozent ihrer Mitglieder Aspacher sind. Archivfoto: A. Becher

© Alexander Becher

Für die Pflege ihrer Sportanlagen erhält die SG Sonnenhof Großaspach Fördermittel der Gemeinde – obwohl nur knapp 30 Prozent ihrer Mitglieder Aspacher sind. Archivfoto: A. Becher

Von Renate Schweizer

ASPACH. Das Thema unter der Überschrift „Festsetzung der Zuwendungen an die örtlichen Vereine im Jahr 2020 sowie 1. Änderung der Vereinsförderrichtlinien vom 16.12.2019“ klingt nicht unbedingt sehr spannend. Ist es aber doch – zumindest wenn es sich um ein Sitzungsthema des Aspacher Gemeinderats handelt. Da lohnt die Sache einen zweiten Blick und das kommt so:

Es ist noch gar nicht lange her, im Dezember 2019 war das, da legte der Aspacher Gemeinderat die Voraussetzungen fest, die ein Verein erfüllen muss, um von der Gemeinde Fördergelder zu erhalten. Diese drei Grundvoraussetzungen waren: 1. Der Verein muss seinen Sitz in Aspach haben. 2. Mindestens 50 Prozent der Mitglieder müssen in Aspach wohnen. 3. Der Verein muss seit mindestens einem Jahr bestehen. Die Antragstellung lief bis 30. April 2020. Dann kam Corona, (auch) die Vereinswelt fiel in Schockstarre. Die Folge: eine Fristverlängerung bis 31. Mai 2020 und die Anträge trudelten ein.

27 Anträge waren es von 27 Vereinen. 20 davon entsprachen den Förderrichtlinien – sieben fielen durch’s Raster. Darunter der Nabu und der Fischereiverein, die jeweils über 45 Prozent Aspacher Mitglieder haben, sowie die SG Sonnenhof Großaspach mit knapp 30 Prozent Aspacher Mitgliedern. Die Frage, die sich nun der Verwaltung und dem Gemeinderat stellte, war: Können – und wollen – wir die Vereinsförderrichtlinien so umformulieren, dass auch diese Vereine förderfähig werden? Keiner der Aspacher Gemeinderäte hatte etwas im Falle des Nabu und des Fischereivereins dagegen, umstritten hingegen war die Förderwürdigkeit der SG Sonnenhof. Es ist eine lange, um nicht zu sagen unendliche Geschichte im Ort, die hier nicht im Einzelnen aufgedröselt werden kann, und sie führte zu einer emotional geführten Debatte im Gemeinderat. Denn immerhin handele es sich bei den Sportanlagen, deren Förderung da zur Diskussion stand, um Privateigentum – daran erinnerte Udo Wruck (SPD). Privateigentum das allerdings von Aspacher Kindern und Jugendlichen eifrig genutzt würde, gab Bürgermeisterin Sabine Welte-Hauff zu bedenken. Durchaus, wandte Wolfgang Schopf, Fraktionssprecher der SPD, ein, aber die Gemeinde müsse in schwierigen Zeiten ja auch überlegen, wo sie sparen könne. Und am wenigsten schmerzen würde es die SG Sonnenhof. Seine Ratskollegen mochten dieser Argumentation nicht folgen und so kam es, dass bei drei SPD-Gegenstimmen nun ausgerechnet die SG Sonnenhof Großaspach von allen Vereinen die größte Summe für die Pflege ihrer Sportanlagen erhält: 11250 Euro.

Zum Artikel

Erstellt:
13. Juli 2020, 11:30 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Stadt & Kreis

Rote Karte für Plastik im Biomüll

Der Landkreis hat Störstoffen wie Glas, Kunststoff und Metall den Kampf angesagt. Unter dem Stichwort #fehlamplatz startet dazu am Montag eine Kampagne. Außer Appellen soll es auch Kontrollen geben, bei denen ein Detektorsystem eingesetzt wird.

Stadt & Kreis

Ab 52 Grad gibt es kein Entrinnen mehr

Manfred Thiel von der Weissacher Seemühle geht einen umweltfreundlichen Weg in der Schädlingsprävention und hat eine österreichische Spezialfirma engagiert, die potenziellen Schädlingen mittels Wärmebehandlung den Garaus macht.

Stadt & Kreis

„Meinen Schafen geht es bestens“

Patrick Siben wehrt sich gegen Vorwürfe, dass es seinen Tieren an etwas mangelt, die er auf dem Gelände rund um die Villa Franck in Murrhardt hält. Im Fall eines Lamms hatte das Veterinäramt des Landkreises im Frühjahr interveniert.