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Auch Samstag und Sonntag wird gearbeitet

So arbeitet die Redaktion (24): Nicht komplett, aber mit insgesamt drei Kollegen ist die Redaktion am Wochenende besetzt

Auch Samstag und Sonntag wird gearbeitet

Von Silke Latzel


BACKNANG. „Habt ihr schon wieder Feierabend oder was ist bei euch los?“ Die Frage bekommen wir – nicht genau in diesem Wortlaut, aber zumindest in dieser Art – immer mal wieder gestellt. Und je nachdem, wann sie gestellt wird, kann die Frage mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden. Doch der Reihe nach.

Die Arbeitszeiten eines Redakteurs bei der Backnanger Kreiszeitung oder der Murrhardter Zeitung unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von den Arbeitszeiten der Menschen, die eben nicht für eine Zeitung schreiben.

Und natürlich arbeiten wir auch am Wochenende, das heißt an Samstagen und Sonntagen, aber auch an Feiertagen, wenn diese so liegen, dass der nächste Tag ein ganz normaler Werktag ist. In diesem Jahr war das zum Beispiel am 6. Januar, Heilige Drei Könige, so. Denn unsere Leser wollten am 7. Januar, einem Dienstag, natürlich wieder ihre Tageszeitung haben. Am Wochenende oder an Feiertagen wird allerdings nicht in Vollbesetzung gearbeitet. Während in der Sportredaktion meistens nur ein Kollege Dienst hat, arbeitet die Lokalredaktion mal mit zwei, manchmal aber auch nur mit einem Redakteur. Sind zwei Lokalkollegen eingeteilt, haben sie unterschiedliche Dienste mit unterschiedlichen Aufgaben: Der sogenannte W1 hat von Freitagabend, 20.30 Uhr bis Sonntagabend, etwa 18.30 Uhr Bereitschaft. Das heißt, er trägt das Diensthandy bei sich und muss für den Fall, dass etwas passiert – ein Brand oder ein schlimmer Unfall –, gegebenenfalls zum Ort des Geschehens fahren, um zu recherchieren. Der W1 bespielt unsere Social-Media-Accounts und veröffentlicht auch am Wochenende beispielsweise Polizeimeldungen auf unserer Homepage.

Der Kollege, der für den sogenannten W2 eingeteilt ist, arbeitet in der Regel am Freitag bis 20.30 Uhr und hat dann Feierabend. Er muss am Samstag oder Sonntag ein Konzert, eine Podiumsdiskussion oder was sonst gerade so anfällt besuchen, und über dieses Ereignis am Sonntag einen Artikel schreiben, sodass dieser am Montag in der Zeitung erscheint.

Meistens müssen allerdings weder der Kollege mit dem Dienst W1 noch der Kollege mit dem Dienst W2 am Samstag in der Redaktion sitzen. Deshalb werden auch E-Mails meistens erst am Sonntag beantwortet, der zeitliche Aufwand für eine Person wäre zu groß. Am Sonntag treffen sich W1 und W2 in der Redaktion. W1 beginnt gegen 10 Uhr mit der Arbeit, plant die Ausgabe, beginnt, Texte freier Mitarbeiter zu redigieren, und bastelt am Layout der Zeitung. W2 stößt später dazu, meistens gegen 14 Uhr. Er arbeitet an seinem Text und übernimmt das Blatt dann um etwa 18.30 Uhr vom Kollegen. Ab diesem Zeitpunkt ist die Lokalredaktion dann nur noch mit einer Person besetzt. Der Redakteur bleibt bis 20.30 Uhr am Schreibtisch, reagiert auf Polizeimeldungen oder Ähnliches, und koordiniert mit der Technikabteilung der Zeitung, ob die Seiten fertig sind und ob sie so gedruckt werden können. Nach 20.30 Uhr darf auch er nach Hause fahren und hat bis 23 Uhr Bereitschaft – das Diensthandy immer dabei.

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Ja, die Redaktion arbeitet auch am Wochenende. Allerdings, wie auch unter der Woche, nicht rund um die Uhr.

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Erstellt:
1. Februar 2020, 06:00 Uhr

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