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Auf Du und Du mit der Natur

Maifeiertag mit Naturerlebnisfest in Oberrot – Schwäbische Waldfee ins Amt eingesetzt

Groß war der Andrang beim Kornberger Viehstall nahe Oberrot: Die Saisoneröffnung des Schwäbischen Walds stand ganz im Zeichen des 40-jährigen Naturparkjubiläums. Inmitten der Natur konnten Kinder, aber auch Erwachsene vielfältige Angebote beim Erlebnisfest genießen und spielend lernen. Außerdem wurde die siebte Schwäbische Waldfee Leonie Treml inthronisiert.

In froher Erwartung: Waldfee Leonie Treml bekommt von Landrat Richard Sigel die Waldfeekette umgehangen und ist somit im Amt eingesetzt. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

In froher Erwartung: Waldfee Leonie Treml bekommt von Landrat Richard Sigel die Waldfeekette umgehangen und ist somit im Amt eingesetzt. Foto: A. Becher

Von Carmen Warstat

OBERROT. Unzählige Attraktionen hatten die Veranstalter vorbereitet, und auch das Wetter spielte mit. Die Fremdenverkehrsgemeinschaft Schwäbischer Wald hatte die Familie Hertlein vom Restaurant Kornberger Viehstall, die Gemeinde Oberrot, die Naturparkführer und andere ins Boot geholt, um ein einmaliges Event auf die Beine zu stellen. Da war für jeden etwas dabei.

Einziges Manko: Dass man an einigen Stationen Schlange stehen musste, um sich auszuprobieren. Begeistert waren die Kinder vom Angebot des Circartive-Hofs mit dem Mitmach-Zirkus Pimparello aus Gschwend, der Trapez- und Hochseiltraining oder Lektionen im Jonglieren mit Tellern und Balancieren auf Brettwippen sowie anderes anbot. Sven Alb und seine Zirkusleute hatten gut zu tun, um den Andrang zu bewältigen.

Megagroße Seifenblasen

im Feengarten

Eine Alpaka-Weide lud zu kleinen Spaziergängen mit den Tieren von Kathrin Bickelhaupt (Oberrot) und Nina Schrader (Bartenbach) sowie zu Erinnerungsfotos ein, und im Naturerlebniscamp gab es Holzpuzzles und -türme, man konnte Speere und Zauberstäbe basteln, so Naturmaterialien erkunden und zuordnen.

Ein Zapfenquiz fragte jeweils: Wie heißt der Baum, der diesen Zapfen trägt und wie unterscheiden sich die Zapfen eigentlich? Da galt es zu schauen und zu fühlen – gewissermaßen blind gerätselt wurde an den Tastboxen, die die Naturparkführer aufgestellt hatten. Auch ganz toll und gern erklommen: der Jägersitz, den Monika Sanwald mitgebracht hatte. Die Kids konnten hier Dachs und Wildschwein, Reh und Fuchs, Hasen und Eichhörnchen erspähen und ebenfalls ein Erinnerungsfoto mit nach Hause nehmen. Unter dem Motto „Platsch und Matsch“ war wetterfeste Kleidung gefragt, denn es ging mit den Waldmeistern an den Bach. Hier durften die Teilnehmer Kleinlebewesen erforschen und einen Staudamm bauen – echte Erlebnisse waren garantiert. Und weil so viel Natur hungrig macht, gab’s selbst gebackenes Stockbrot, während die Eltern sich mit schwäbischen Spezialitäten des „Viehstalls“ verköstigen ließen.

In einem Feengarten nahmen sich Schwäbische Waldfeen aus Vergangenheit und Gegenwart der Kinder an. Gemeinsam spielte man ein Riesen-Wiesen-Natur-Memory und ließ megagroße Seifenblasen aufsteigen.

Höhepunkt des Erlebnisfests war zweifellos die Inthronisierung der siebten Schwäbischen Waldfee durch Landrat Richard Sigel. Leonie Treml wurde mit Tom Lugos musikalischer Unterstützung feenhaft von den Kindern herbeigerufen. Nach eigenem Bekunden möchte die neue Waldfee „zeigen, wie schön es hier ist“, Werbung machen für den Schutz der Natur und die Liebe zur Heimat lehren. Sie selbst sei fasziniert von der Vielfalt der Natur.

Leonie Treml ist 24 Jahre alt. Sie studiert im fünften Semester in Esslingen, Fachrichtung Soziale Arbeit und wohnt in Murrhardt. Auch die Verschiedenheit der Menschen hat es ihr angetan, und ihr Anliegen sei es, hier gleichermaßen Achtung und Liebe zu vermitteln.

Weitere Renner des Naturerlebnisfestes waren beispielsweise das ideenreiche Angebot des Bezirksimkervereins Gaildorf sowie eine Musikwanderung mit dem Liedermacher Tom Lugo. Auch „Melchior, die Mühlenmaus“, gelesen von Christl Schlag, stieß auf reges Interesse.

„Wir hatten einen Riesenansturm“, resümierte die Angestellte der Fremdenverkehrsgemeinschaft Schwäbischer Wald, Tanja Renner, erfreut und ergänzte, dass das Konzept, die Kinder selbstständig Bezüge zur Natur herstellen zu lassen, „tatsächlich eingeschlagen hat“.

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Erstellt:
2. Mai 2019, 06:00 Uhr

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