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Die Ursachen für den Boom des Betongolds sind beunruhigend

Stuttgart Es gibt viele Ursachen dafür, dass Anleger aller Art mit aller Macht versuchen, Geld in Immobilien zu investieren – Unsicherheiten auf dem Aktienmarkt und niedrige Zinsen beispielsweise. Doch wer sich die Mühe macht, die Hintergründe des Marktes zu verstehen, wird feststellen, dass in der Landeshauptstadt noch andere Faktoren hinter dem Boom desBetongoldsstecken. Aus dieser Besonderheit der Stadt leitet sich dringender Handlungsbedarf für dieStadtentwicklungab.

Wenn die Experten der Branche über den Immobilienmarkt sprechen, dann ist die Rede von Assetklassen. Damit sind die verschiedenen Arten von Immobilien gemeint – Wohnkomplexe, Einkaufszentren, Lagerhallen oder Bürohäuser. Letztere machen den Löwenanteil unter den verkauften Objekten in Stuttgart aus. Diese Bürokomplexe sind aus ganz bestimmten Gründen für die Investoren als Anlageobjekte attraktiv. Auf der einen Seite ist die Nachfrage nach Arbeitsplätzen in der Stadt hoch, auf der anderen Seite verzeichnet speziell Stuttgart einen extrem geringen Leerstand. Aktuell liegt die Quote nur knapp über zwei Prozent.

Was zunächst wie eine gute Nachricht klingt, kann für die lokale Wirtschaft zu einem ernsthaften Problem werden. Denn es steht derzeit etwa nur halb so viel Bürofläche leer, wie jedes Jahr im Schnitt neu vermietet wird. Das bedeutet, dass Firmen, die sich in Stuttgart erweitern oder eine Vertretung in der Stadt erst noch eröffnen wollen, sich enorm schwertun, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen – für die allermeisten wird es, realistisch betrachtet, unmöglich sein. Der Stadt droht also die Abwanderung von namhaften Arbeitgebern. Das bedeutet, auch die Schaffung neuer Büroflächen ist eine Aufgabe, der sich dieStadtplanerdringend widmen sollten.https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.immobilienatlas-stuttgart-kaum-noch-neue-wohnungen.d982a087-2fa2-47b8-af76-7ead0cae72c0.htmlhttps://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.immobilienatlas-stuttgart-verkaufszahlen-im-sinkflug.35173071-4701-4eac-9de9-f6795b03ffea.html

sven.hahn@stuttgarter-nachrichten.de

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Erstellt:
29. Januar 2019, 11:22 Uhr

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