Bosch Power Tools bei Stuttgart
„Ausgewiesene Digitalexpertin“ – Wechsel auf Führungsebene
Eva Gerstmeier ist bei Bosch neue Digitalchefin des Geschäftsbereichs Power Tools. Welche Aufgaben warten auf die Führungskraft, die aus den eigenen Reihen kommt?
© Bosch Power Tools
Sie hat eine neue Aufgabe bei Bosch – nun im Bereich Power Tools: Eva Gerstmeier
Von Rouven Spindler
Personalwechsel bei Bosch Power Tools: Eva Gerstmeier hat in dem Geschäftsbereich mit Hauptsitz in Leinfelden-Echterdingen zum 1. Februar als Digitalchefin begonnen. Sie folgte auf Anja Unglaub, die bis dahin als Business Chief Digital Officer (BCDO) tätig war. Das gibt das Stuttgarter Technologie- und Dienstleistungsunternehmen bekannt.
Mit Gerstmeier gewinne man „eine ausgewiesene Digitalexpertin aus den eigenen Reihen für diese strategisch zentrale Rolle“, wird Thomas Donato, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Bosch Power Tools, in der Mitteilung zitiert. Er wünsche ihr viel Erfolg und bedanke sich herzlich bei Unglaub „für ihren großen persönlichen Einsatz und die entscheidenden Impulse für unsere digitale Transformation“.
Die bisherige Digitalchefin setzt ihre Laufbahn mit einer neuen Führungsaufgabe in der Bosch-Gruppe fort. Aus der stammt auch Gerstmeier, die dort verschiedene Rollen innehatte, zuletzt für fünf Jahre als BCDO für die Bosch Home Comfort Group. Sie hatte ihre Laufbahn laut Bosch zuvor in der Finanzdienstleistungsbranche bei der Citigroup gestartet. Ihre Karriere sei tief im E-Commerce verwurzelt.
Bosch Power Tools will KI breiter einsetzen
Wie das Unternehmen mitteilt, verantwortet die erfahrene Führungskraft nun die globale Digitalagenda des Bosch-Geschäftsbereichs, der Elektrowerkzeuge, deren Zubehör, Gartengeräte und Messtechnik umfasst. „Ich freue mich sehr darauf, die digitale Zukunft von Bosch Power Tools gemeinsam mit meinem Team zu gestalten“, wird sie in der Mitteilung zitiert.
Ihre neue Aufgabe beinhalte den Ausbau digitaler Ökosysteme für Verwender und Handelspartner und insbesondere die Gestaltung einer zukunftsfähigen IT-Landschaft. Die klaren Datenstrukturen und Prozesse der IT sollen die Grundlage für skalierbare Automatisierung und den breiten Einsatz von Künstlicher Intelligenz bilden.
Der Anspruch sei, „den Arbeitsalltag der Verwender unserer Produkte und Services durch intelligente digitale Angebote spürbar zu erleichtern“, so Gerstmeier, die im Bereich E-Commerce promovierte. Dafür seien die Weiterentwicklung der IT und der Prozesse die entscheidende Basis. „Damit schaffen wir die Geschwindigkeit und Flexibilität, die wir brauchen, um als Innovationsführer im Markt voranzugehen.“
Bosch: Produktion in Leinfelden-Echterdingen schließt Ende 2026
Der Hauptsitz des Geschäftsbereichs befindet sich in Leinfelden-Echterdingen . Die dortige Fabrik für Elektrowerkzeuge will der Konzern, der in den kommenden Jahre den Abbau von 22 000 Stellen plant, Ende 2026 schließen. Auch die Produktion am Standort Sebnitz lässt er auslaufen. Dadurch fallen am Stammsitz 230 Arbeitsplätze weg, in Sachsen weitere 280.
Nach der Schließung der hiesigen Fabrik werden weiterhin unter anderem die Geschäftsführung, die Entwicklung und der Vertrieb in Leinfelden-Echterdingen ansässig bleiben.
