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Baden-Württemberg: Keine zweite Leichenschau für Corona-Tote

dpa/lsw Ulm. Aus Infektionsschutzgründen setzt das Land Baden-Württemberg die Pflicht, vor einer Feuerbestattung Leichen erneut zu beschauen, für Corona-Tote aus. Die zweite Leichenschau werde für mit dem Corona-Virus infizierte Verstorbene für drei Monate ausgesetzt, sagte ein Sprecher von Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne). „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, sie erfolgte nach einem schwierigen Abwägungsprozess.“

Hinweisschilder stehen in einem Bestattungsunternehmen an einer verschlossenen Tür. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild

Hinweisschilder stehen in einem Bestattungsunternehmen an einer verschlossenen Tür. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild

Wie die „Südwest Presse“ (Donnerstag) weiter berichtet, lehnte Lucha Forderungen nach einer Aussetzung noch Ende vergangener Woche ab. Die Bestatter und die CDU-Abgeordnete Nicole Razavi hätten dagegen argumentiert, dass die zweite Leichenschau für Bestatter, Mitarbeiter der Krematorien und Amtsärzte ein hohes Infektionsrisiko bedeute. Wenn der bereits in einem Leichensack befindliche Leichnam wieder ausgepackt und untersucht werden müsse, gefährde das die Gesundheit der Mitarbeiter. „Auch für unseren Berufsstand geht es um Menschenleben“, hieß es in einem Schreiben der Landesinnung des Bestattungsgewerbes an Lucha.

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Erstellt:
8. April 2020, 19:21 Uhr

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