Badische Landessynode tagt zu Strategie und Doppelhaushalt

dpa/lsw Bad Herrenalb. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen ist bei den Kirchen Sparen angesagt. Die Badische Landeskirche hat die Eckpunkte des Haushalts für nächstes und übernächstes Jahr festgelegt. Nun steht die Verabschiedung an - und die Debatte über die künftige Strategie.

Die Landessynode der evangelischen Landeskirche in Baden beginnt heute mit ihrer Herbsttagung in Bad Herrenalb (Kreis Calw). Dort soll der Doppelhaushalt für die Jahre 2022/23 verabschiedet werden - mitsamt den Sparmaßnahmen, die wegen der sinkenden Zahl von Mitgliedern und den dadurch sinkenden Kirchensteuereinnahmen nötig sind. Auch über künftige Strategien etwa mit Blick auf den Nachwuchsmangel soll beraten werden.

Ein wichtiger Punkt bei den Einsparungen sind etwa Gebäude wie Gemeindehäuser, von denen die Landeskirche sich im Lauf der Jahre aus Kostengründen trennen muss. In den beiden Jahren sollen jeweils 490 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Eckpunkte zum Doppelhaushalt waren schon im Mai im Zuge der Frühjahrstagung beschlossen worden.

Langfristig will die Landeskirche mit ihren rund 1,12 Millionen Mitgliedern ein Fünftel der Ausgaben bis 2032 streichen. Weitere zehn Prozent sollen mit Blick auf anstehende Aufgaben wie die energetische Sanierung von Gebäuden umgeschichtet werden. Zwei Drittel der Kostenstruktur machen nach Angaben der Landeskirche Personalkosten aus.

© dpa-infocom, dpa:211024-99-719224/2

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Erstellt:
25. Oktober 2021, 00:41 Uhr

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