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Bär lehnt breite Überwachung der Gamer-Szene ab

dpa Berlin. Digitalstaatsministerin Dorothee Bär warnt Bundesinnenminister Horst Seehofer, Computerspieler nach dem Anschlag in Halle „unter Generalverdacht zu stellen“.

Horst Seehofer und Dorothee Bär vor einer Kabinettsitzung in Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archiv

Horst Seehofer und Dorothee Bär vor einer Kabinettsitzung in Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archiv

Digital-Staatsministerin Dorothee Bär hält eine breite Überwachung der Gamer-Szene für unangemessen. Dies sagte die stellvertretende CSU-Vorsitzende der „Welt“.

Sie reagierte damit auf Äußerungen von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nach dem Terroranschlag von Halle. „Ich halte es nicht nur für übertrieben, sondern für gefährlich, Gamer unter Generalverdacht zu stellen“, sagte Bär. „Nur weil sich Extremisten in der Gaming-Szene herumtreiben, kann man nicht hergehen und die Szene als Ganze unter Verdacht stellen.“

Seehofer hatte am Wochenende der ARD gesagt: „Viele von den Tätern oder den potenziellen Tätern kommen aus der Gamerszene.“ Seehofer wurde unter anderem vorgeworfen, damit vom Problem des Rechtsextremismus abzulenken. Das Innenministerium wies Vorhaltungen zurück, Gamer nach dem Anschlag unter Generalverdacht zu stellen.

Nach Angaben von Teilnehmern hatte Bär bereits am Montag in einer CSU-Vorstandssitzung ihren Unmut deutlich gemacht. Ohne Seehofer beim Namen zu nennen sagte Bär mit Blick auf die Förderung der Branche, das lasse man sich nicht mit „einem Satz“ kaputtmachen. Das wäre so, als wenn man „mit dem Arsch“ einreiße, was man jahrelang aufgebaut habe.

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Erstellt:
15. Oktober 2019, 08:03 Uhr

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