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Bahn rechnet nach: Stuttgart 21 wird nicht teurer

dpa/lsw Stuttgart. Nach zahlreichen Preissprüngen schließt die Bahn derzeit weitere Kostensteigerungen beim milliardenschweren Bahnprojekt Stuttgart 21 aus. „Nach allem, was wir heute wissen, liegen wir im geplanten und freigegebenen Rahmen“, sagte Bahnvorstand Jens Bergmann am Montag in Stuttgart nach der Sitzung des Lenkungskreises, in dem die Projektpartner zusammensitzen.

Das Logo der Deutschen Bahn ist in roten Buchstaben auf weißem Hintergrund zu sehen. Foto: Ralf Hirschberger/dpa/Archivbild

Das Logo der Deutschen Bahn ist in roten Buchstaben auf weißem Hintergrund zu sehen. Foto: Ralf Hirschberger/dpa/Archivbild

Zuletzt hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, das Bahnprojekt zwischen Stuttgart und Ulm könnte erneut teurer werden als zuletzt veranschlagt. Inklusive aller Brücken und Zubringertunnel zum neuen Tiefbahnhof in Stuttgart soll das Projekt nach letzten Schätzungen am Ende 8,2 Milliarden Euro kosten. Im Finanzierungsvertrag waren im 2009 noch 4,5 Milliarden Euro festgelegt worden.

Sorgen bereitet den Projektpartnern - der Verband Region Stuttgart, Stadt, Flughafen, Land und Bahn - weiterhin die Finanzierung für das Zugsicherungssystem ETCS („European Train Control System“) im Regional- und S-Bahn-Verkehr. Nach dem heutigen Stand müsste Stuttgart 21 mit veralteter Stellwerks- und Sicherungstechnik in Betrieb gehen, warnte der Ministerialdirektor im Landesverkehrsministerium, Uwe Lahl. Das Bundesfinanzministerium stelle die Mittel für die modernste Technik am Bahnknoten Stuttgart nach wie vor nicht zur Verfügung. Verband, Stadt, Land und Flughafen appellierten erneut an den Bund, die Technologie der elektronische Zugsteuerung auch bei S21 zu realisieren.

Die Deutsche Bahn will ihr Schienennetz auf eine digitale Leittechnik umstellen und damit ohne den Bau neuer Gleise die Kapazität auf den Strecken um bis zu 20 Prozent steigern. Mit ETCS und der digitalen Stellwerken sollen unter anderem Personen- und Güterzüge in dichterer Folge fahren als bisher.

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Erstellt:
11. November 2019, 17:49 Uhr

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