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Bahnunternehmen Abellio fehlen 22 Züge: Folgen für Neckartal

dpa/lsw Stuttgart. Fahrgäste des privaten Bahnunternehmens Abellio müssen sich wegen verzögerter Lieferungen von Triebfahrzeugen weiter auf Probleme einstellen, insbesondere in der Region Neckartal. Schuld sei der kanadische Hersteller Bombardier, erklärte Abellio am Freitag in Stuttgart. Im Auftrag des Landes Baden-Württemberg habe Abellio 52 Triebfahrzeuge für das Stuttgarter Netz/Neckartal bei Bombardier bestellt. „Doch das kanadische Bahnindustrieunternehmen hängt bei der Fahrzeugproduktion beträchtlich hinterher“, klagte Abellio.

Ein Zug des Anbieters Abellio fährt auf seinem Gleis. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Ein Zug des Anbieters Abellio fährt auf seinem Gleis. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Nach mehreren nicht gehaltenen Lieferzusagen seien die Kanadier derzeit noch 22 Fahrzeuge schuldig. Die Nachlieferung bis zum 14. Juni 2020 - dem Starttermin der dritten Betriebsstufe von Abellio - werde nach neuen Informationen nicht vollständig erfolgen. Bis zum Stichtag könnten wohl nur 18 Fahrzeuge übergeben werden.

„Die erneute Unzuverlässigkeit von Bombardier bedeutet für uns einen immensen planerischen und finanziellen Mehraufwand“, erklärte Rolf Schafferath, Geschäftsführer von Abellio Rail Baden-Württemberg. Daher müsse der Zugverkehr im Netz Neckartal „neu gedacht, geplant und umgesetzt werden“. Für Fahrgäste bedeute dies, dass sie teils weiter in älteren Ersatzzügen unterwegs seien, erläuterte Abellio-Sprecherin Hannelore Schuster. Verspätungen oder gar Zugausfälle wolle das Unternehmen möglichst vermeiden.

Michael Fohrer, Deutschlandchef bei Bombardier Transportation, erklärte: „Die aktuelle Situation bedauern wir, und ich möchte mich für die Unannehmlichkeiten, insbesondere bei den Fahrgästen in Baden-Württemberg, persönlich entschuldigen.“ Bombardier setze alles daran, „um den aktualisierten Lieferplan zu erfüllen“.

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Erstellt:
6. März 2020, 17:33 Uhr

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